Mattles geplante „Tirol-Mitgliedschaft“ in der Kritik

Mattle wolle sich offenbar von der Bundespartei distanzieren, nachdem er deren Politik jahrelang unterstützt habe, kritisiert Abwerzger.
Insbesondere verweist er auf Mattles Unterstützung für ÖVP-Bundesparteiobmann und Bundeskanzler Christian Stocker sowie für die schwarz-rot-pinke Bundesregierung. Wer Mattle wähle, bekomme daher weiterhin die Bundes-ÖVP und deren politische Entscheidungen, argumentiert der FPÖ-Politiker.
Kritik an angekündigter Abgrenzung
Hinter dem Vorstoß vermutet Abwerzger die wachsende Unzufriedenheit mit der ÖVP, die sich seiner Darstellung nach auch in Parteiaustritten zeige. Dass Mattle sich nun von Wien abnabeln wolle, obwohl er die Politik der Bundesregierung zuvor mitgetragen und öffentlich verteidigt habe, sei unglaubwürdig.
Ob Mattle künftig noch in den entsprechenden Bundesgremien mitstimmen könne, sei dabei zweitrangig. Seinen tatsächlichen bundespolitischen Einfluss habe der Landeshauptmann ohnehin kaum entfaltet, so Abwerzger, der diesen auf das Schreiben von Briefen reduzierte.
Marke und Logo bleiben erhalten
Auch die angekündigte Umstellung für die rund 30.000 bestehenden ÖVP-Mitglieder sieht der FPÖ-Landesparteiobmann kritisch. Ein unkompliziertes Verfahren für den Wechsel zur neuen Mitgliedschaft ändere nichts an den grundsätzlichen Bedenken. Zudem sollen die Marke „Tiroler Volkspartei“ und das bisherige Logo erhalten bleiben. Für Abwerzger ist das ein Zeichen dafür, dass keine tatsächliche Trennung von der Bundespartei geplant sei.
Abschließend fordert der FPÖ-Politiker eine stärkere Ausrichtung der Politik auf Tirol. „Weniger Wien und mehr Tirol“ sei zwar notwendig, dafür brauche es jedoch eine klare Politik für die Bevölkerung statt eines Wahlkampfmanövers. Die Tiroler FPÖ werde bei der Wahl 2027 eine Alternative zur ÖVP-Politik anbieten, kündigt Abwerzger an.






