Wieder einsprachige Baustellenschilder in Bozen

Bei einer Baustelle an der Kreuzung Reschenstraße–Baristraße sind wieder ausschließlich italienischsprachige Warn- und Hinweisschilder angebracht. Dort werden Rohre für das Glasfasernetz verlegt. Die Arbeiten sollen noch bis Ende Dezember dauern.
Der SHB kritisiert, dass die Gemeinde Bozen bei genehmigten Baustellen nicht ausreichend auf die Zweisprachigkeit der Beschilderung achte. Auch die ausführenden Firmen müssten über die geltenden Vorschriften informiert werden. Laut dem Verband müssen deutsche und italienische Hinweise in gleicher Schriftgröße angebracht sein.
Stadträtin informiert
Der Heimatbund teilt mit, Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser über die einsprachigen Schilder informiert zu haben. Außerdem wolle er dem Regierungskommissariat eine Sachverhaltsdarstellung übermitteln und um eine Strafe ersuchen. Man spricht von einer möglichen Höchststrafe von 2.500 Euro.
Das D.P.R. Nr. 574/1988 regelt den Gebrauch der deutschen und ladinischen Sprache im Verkehr mit der öffentlichen Verwaltung. Ob die genannten Bestimmungen im konkreten Fall eine Strafe in dieser Höhe vorsehen, ließ sich anhand der angeführten Rechtsgrundlage nicht bestätigen.
Schon im März ein ähnlicher Fall
Bereits im März sorgten einsprachige Baustellenschilder in der Reschenstraße für Kritik: Bei einer Baustelle nahe der Tankstelle in der Reschenstraße 18 waren zunächst ebenfalls nur italienische Warn- und Hinweisschilder angebracht. Nach einer Intervention von Ramoser wurden sie laut damaligem UT24-Bericht durch zweisprachige Tafeln ersetzt. Auch bei Arbeiten an der Bozner Carabinieri-Kaserne hatte der Heimatbund im Vorjahr einsprachige Hinweise beanstandet.






