Team K fordert strengere Regeln für Urlaub auf dem Bauernhof

Der Bettenstopp in Südtirol soll nach dem Willen des Team K auch für Urlaub auf dem Bauernhof stärker gelten. Paul Köllensperger fordert klare Grenzen für touristische Erweiterungen auf landwirtschaftlichen Flächen. Ein entsprechender Beschlussantrag wird nächste Woche im Landtag beraten.
Als Begründung verweist das Team K auf die steigenden Nächtigungszahlen und die zunehmende Belastung durch den Tourismus. Staus, überfüllte öffentliche Verkehrsmittel und der knappe Wohnraum würden in vielen Tälern zunehmend zum Problem. Gleichzeitig seien die Ausnahmen vom 2022 beschlossenen Bettenstopp schrittweise ausgeweitet worden.
Eine Ungleichbehandlung
Laut ASTAT gibt es in Südtirol 3.061 Urlaub-am-Bauernhof-Betriebe mit insgesamt 32.070 Betten. Während diese Betriebe ohne Bettenzuweisung weiter ausbauen könnten, seien die Erweiterungsmöglichkeiten für Hotels eingeschränkt. Köllensperger sieht darin eine Ungleichbehandlung und warnt davor, dass landwirtschaftliche Flächen für touristische Investitionen zweckentfremdet werden.
Der Antrag sieht deshalb vor, die Ausnahmen auf kleine Betriebe zu beschränken, die auf touristische Zusatzeinnahmen angewiesen sind. Im Obst- und Weinbau soll die Regelung nur für Betriebe mit weniger als neun Hektar gelten. Im Grünland sollen ausschließlich Höfe mit mindestens 75 Erschwernispunkten profitieren. Damit will das Team K bäuerliche Familienbetriebe unterstützen und gleichzeitig die weitere touristische Bettenzunahme begrenzen.






