von ih 09.10.2026 14:05 Uhr

Bischof Ivo Muser blickt auf 15 Jahre im Amt zurück

Die Kirche in Südtirol befindet sich im Wandel – und Bischof Ivo Muser stellt sich den Veränderungen mit Offenheit und Gottvertrauen. Anlässlich seiner 15-jährigen Bischofsweihe hat er am Freitag im Brixner Dom einen Gottesdienst gefeiert. Generalvikar Eugen Runggaldier würdigte dabei Musers Bereitschaft, sich neuen Themen zu stellen und schwierige Entwicklungen realistisch anzugehen.

Foto: Diözese Bozen-Brixen

Dazu zählten der Rückgang der Gottesdienstbesucher und die notwendige Aufarbeitung von Missbrauchsfällen. Muser begegne diesen Herausforderungen, ohne sie zu beschönigen oder zu resignieren, betonte Runggaldier. Kraft schöpfe der Bischof aus dem Gebet, der Stille und vor allem aus persönlichen Gesprächen. Sein Amt verstehe er als Dienst des Vermittelns und Verbindens.

Für die Zukunft wünschte Runggaldier dem Bischof Vertrauen in Gott und in seine Mitmenschen. Auch wenn Muser die Verantwortung für sein Amt trage, sei er nicht allein: Die Kirche in Südtirol lebe vom gemeinsamen Einsatz vieler Menschen.

Bischof Muser selbst blickte dankbar auf die Begegnungen zurück, die ihn in den vergangenen 15 Jahren geprägt haben. Zugleich betonte er, dass die Zukunft der Kirche nicht allein von den Menschen abhänge.

Ihre Aufgabe sei es, zu säen, zu begleiten und zu ermutigen – wachsen lassen könne die Kirche letztlich nur Gott. Er stellte sein Jubiläum deshalb unter die Leitgedanken Dankbarkeit und Hoffnung: „Die Dankbarkeit blickt zurück und sagt: Herr, du warst da. Die Hoffnung blickt nach vorne und sagt: Herr, du wirst da sein.“

Ivo Muser wurde 1962 in Bruneck geboren und 1987 zum Priester geweiht. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn 2011 zum Bischof der Diözese Bozen-Brixen. Am 9. Oktober desselben Jahres empfing er im Brixner Dom die Bischofsweihe.

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