Verbot für Smart Glasses an bestimmten Orten

Die Arbeiterpartei, die in Norwegen eine Minderheitsregierung anführt, braucht aber die Unterstützung anderer Parteien. Die Partei erklärte, sie wolle „so bald wie möglich“ einen Gesetzentwurf für das Verbot einbringen. Sie beauftragte zudem eine Expertengruppe mit der Ausarbeitung dauerhafter Regelungen in dem Bereich. Die Regierung betonte, sie wolle kein pauschales Verbot der Brillen. Norwegens Hauptstadt Oslo hat bereits beschlossen, mit Kameras ausgestattete Brillen in Schulen zu verbieten.
Einsatz stößt auf Datenschutzbedenken
Smart Glasses werden von verschiedenen Brillenherstellern in Kooperation mit Technologiekonzernen wie Meta oder Google angeboten. Sie sind unter anderem mit Kameras ausgestattet und können sich mit dem Internet verbinden. Neben Fotos und Videos sind oft auch Livestreams möglich. Allein eine High-Tech-Brille des Facebook-Mutterkonzerns Meta und des Herstellers Ray-Ban verkaufte sich 2025 weltweit sieben Millionen Mal. Ihr Einsatz stößt jedoch auf erhebliche Datenschutzbedenken. In Frankreich leitete die Justiz wegen heimlicher Filmaufnahmen von Frauen Ermittlungen ein.
Meta betont, dass seine Brillen mit einer LED-Leuchte ausgestattet seien, die blinke, wenn ein Foto oder Video aufgenommen wird. Die Leuchte lasse sich nicht ausschalten, ohne die Kamera unbrauchbar zu machen.
APA/UT24






