Jeder dritte Todesfall in Südtirol: Das Herz ist die größte Gefahr

Laut Gesundheitsbericht 2024 sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 30,3 Prozent aller Todesfälle die häufigste Todesursache im Land. Im Jahr 2024 gab es 6.552 Krankenhausentlassungen wegen solcher Erkrankungen. Darunter waren 1.145 Fälle von ischämischen Herzerkrankungen und 609 akute Herzinfarkte. Ischämische Herzerkrankungen führten außerdem zu 295 Todesfällen. Weltweit starben laut Weltgesundheitsorganisation im Jahr 2022 rund 19,8 Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Viele davon wären laut WHO vermeidbar gewesen.
„Herzgesundheit beginnt mit Prävention: Bewegung, ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Tabak und ein maßvoller Umgang mit Alkohol können viel dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen“, betont Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Wichtig seien außerdem regelmäßige Kontrollen von Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin sowie das rechtzeitige Abklären von Beschwerden. „Herzgesundheit beginnt nicht erst dann, wenn wir krank sind, sondern vor allem mit dem, was wir jeden Tag für unsere Gesundheit tun“, so Messner.
Diese Warnzeichen sollte man kennen
Bei einem Kreislaufstillstand können die ersten Minuten entscheidend sein. Deshalb ist es wichtig, die Anzeichen eines Herzinfarkts zu erkennen. Dazu zählen Schmerzen oder Druck in der Brust, Beschwerden, die in Arm, Schulter, Rücken oder Kiefer ausstrahlen, Atemnot, Übelkeit, Schwindel, kalter Schweiß oder Blässe. Bei Frauen können die Anzeichen anders aussehen, berichtet das LPA. Oberbauch- oder Rückenschmerzen, Atemnot und extreme Erschöpfung.
Das Gesundheitsressort appelliert, bei solchen Beschwerden nicht abzuwarten, sondern sofort den Notruf 112 zu wählen.






