Neuer Vertrag bringt mehr Geld für Südtirols Bäcker

Die Südtiroler Bäckerinnung und die Gewerkschaften AGB/CGIL, SGB/CISL, SGK/UIL sowie ASGB haben den neuen Landeszusatzvertrag für das Bäckergewerbe unterzeichnet. Er ist am 1. September in Kraft getreten und gilt bis 31. August 2030. Betroffen sind rund 100 Bäckereibetriebe mit rund 1.500 Beschäftigten, die den nationalen Kollektivvertrag ASSIPAN anwenden.
Wie der hds berichtet, betreffen die wichtigsten Änderungen den wirtschaftlichen Teil, die Kündigungsfristen einiger Mitarbeiterkategorien, die Anwesenheitsprämie, den Beitrag an den Pensionsfonds, die Zeit zum Umkleiden und Duschen sowie Schäden an Betriebsmitteln und Fahrzeugen.
Angehoben wird das lokale Lohnelement, je nach Einstufung liegt es künftig zwischen rund 53 und 102 Euro. Ein Beschäftigter der höchsten Kategorie A1 Super kommt damit auf einen Gesamtlohn von rund 2.210 Euro. Neu geregelt ist auch die Entlohnung der Lehrlinge. Wer ab 1. September aufgenommen wird, erhält im ersten Jahr 60 Prozent der Kategorie A2, im zweiten Jahr 70 und im dritten Jahr 85 Prozent. Schließt der Lehrling das Schuljahr mit der Note acht ab, steigt das Gehalt im Folgejahr um weitere fünf Prozent.
Wer in der Produktion arbeitet, bekommt künftig täglich zehn zusätzliche Minuten bezahlte Arbeitszeit fürs Umkleiden und Duschen. Ab 1. Jänner 2027 steigt zudem der Arbeitgeberbeitrag an den Zusatzrentenfonds um 0,5 Prozent, die Anwesenheitsprämie wird auf 20 Cent pro geleisteter Arbeitsstunde erhöht, bei Überstunden auf 30 Cent.
Neue Kommission für Arbeitssicherheit
Um die Prävention und den Gesundheits- und Arbeitsschutz zu stärken, wird eine paritätische territoriale Kommission eingerichtet. Sie soll Sicherheitsmaßnahmen überwachen und fördern sowie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Arbeitnehmern und Gewerkschaftsvertretern verbessern.






