Gaming hält Einzug in Südtirols Bibliotheken

Bücher, Veranstaltungen und Brettspiele gehören längst zum Angebot der Bibliotheken. Nun kommt in zwölf Einrichtungen ein weiterer Bereich hinzu: Gaming. Das vom Landesamt für Bibliotheken und Lesen finanzierte Projekt „Gaming in Bibliotheken“ läuft bis Ende 2027 und soll Spiele als kulturelles Medium etablieren.
Beteiligt sind die Bibliotheken in Girlan, Haslach, Jenesien, Kaltern, Lana, Meran, Nals, Natz-Schabs, Olang, St. Martin in Passeier, Terlan und Vahrn. Die Einrichtungen werden jeweils vom Medien- und Spielpädagogen Hannes Waldner begleitet. Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Bibliotheksverband Südtirol, dem Gaming-Verein DUNG und verschiedenen Jugendeinrichtungen.
Im Zentrum steht die Frage, wie bewusst und verantwortungsvoll mit digitalen Spielen umgegangen wird. Besucher sollen lernen, Spiele kritisch zu betrachten, einzuordnen und ihre unterschiedlichen Qualitäten zu erkennen.
Die konkreten Angebote unterscheiden sich je nach Bibliothek. In St. Martin in Passeier können Jugendliche etwa als Fachjury am TOMMI Gaming Award mitwirken. In Lana entsteht ein „Gaming-Cube“, in dem aktuelle Spiele ausprobiert werden können. Die Stadtbibliothek Meran setzt auf Pen-and-Paper-Rollenspiele und lädt zu Spielerunden in fantastischen Welten ein.
In Nals und Jenesien wiederum steht die Unterstützung von Familien im Mittelpunkt. Eltern sollen Informationen über Videospiele sowie Empfehlungen zu altersgerechten Spielerlebnissen erhalten. Damit wollen die Bibliotheken Gaming nicht nur als Freizeitbeschäftigung, sondern auch als Teil moderner Medienbildung zugänglich machen.






