von lif 15.09.2026 13:19 Uhr

Neue Gesundheitshotline gestartet

Nur noch eine Nummer für alle Gesundheitsfragen: Die neue Hotline 116117 ist ab dem heutigen Dienstag erreichbar. Bei der Vorstellung in Bozen wurde erklärt, wie der Dienst funktioniert.

Bild: APA

Die Leitstelle befindet sich am Krankenhaus Bozen und arbeitet rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Zehn Disponenten nehmen dort die Anrufe entgegen. Bei komplexeren Anliegen werden sie von Pflegefachkräften und Ärzten unterstützt. Für die Einschätzung stehen standardisierte Abläufe und digitale Werkzeuge zur Verfügung. „Unser Auftrag ist es, Menschen schnell, verlässlich und gezielt an die richtige Stelle zu lotsen“, erläuterte Koordinator Alessio Zancanaro bei der Vorstellung. Ziel sei es, für jedes Anliegen die passende Versorgung zu finden, sei es der Hausarzt, ein Gemeinschaftshaus, die Betreuungskontinuität oder ein anderer Gesundheitsdienst.

Weniger unnötige Wege in die Notaufnahme

„Mit der Gesundheitshotline 116117 schaffen wir einen einfachen und gut vernetzten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Patienten erhalten unkompliziert rasch Rat und Orientierung und gelangen schneller zur richtigen Hilfe“, betonte Gesundheitslandesrat Hubert Messner. Generaldirektor Christian Kofler betonte, die neue Nummer stärke die wohnortnahe Versorgung. Sanitätsdirektor Josef Widmann verwies auf einen weiteren Effekt: Der Dienst solle helfen, unnötige Zugänge zu den Notaufnahmen zu vermeiden.

„Die Hotline richtet sich an Menschen mit gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden, die medizinische Hilfe, Beratung oder Orientierung benötigen, ohne dass eine akute Lebensgefahr besteht“, erklärte Pflegedirektorin Marianne Siller. Pflegedienstleiterin Astrid Santoni stellte klar: „In Notfällen bleibt weiterhin die Rufnummer 112 die richtige Anlaufstelle.“

Zunächst nur im Bezirk Bozen

Die 116117 startet als Pilotprojekt im Gesundheitsbezirk Bozen. Eingebunden sind auch die Gemeinschaftshäuser Bozen-Loew Cadonna, Klausen und Leifers. Die dabei gesammelten Erfahrungen fließen in die Weiterentwicklung ein. In einem zweiten Schritt soll die Hotline auf ganz Südtirol ausgeweitet werden.

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