Weniger Bürokratie beim Fischerschein geplant

Wer in Südtirol regelmäßig fischen möchte, muss derzeit eine Fischerprüfung ablegen, bevor eine Jahreskarte erworben werden kann. Damit soll sichergestellt werden, dass Fischer über grundlegende Kenntnisse der Fischerei und des Ökosystems verfügen.
Landesrat Luis Walcher (SVP) verteidigt diese Regelung im Zusammenhang mit einer Landtagsanfrage der Südtiroler Freiheit.
Die Nachfrage nach Fischereikarten ist groß: Im vergangenen Jahr wurden 4.048 Jahreskarten und 15.401 Tageskarten ausgegeben. Rund 9.500 Südtiroler verfügen derzeit über einen gültigen Fischerschein.
Für Gäste gelten andere Bestimmungen. Sie können keine Jahreskarten für Fischwasser erwerben und dürfen ausschließlich mit Tageskarten fischen. Diese sind deutlich teurer als Jahreskarten. Ausländische Gäste müssen außerdem ihre Fischereilizenz Typ D jedes Jahr erneuern. Gleichzeitig stellen die Einnahmen aus der Gastfischerei eine wichtige Einnahmequelle für die Bewirtschafter der Gewässer dar und tragen zur Wertschöpfung vor Ort bei.
Walcher spricht von einem ausgewogenen System, das gemeinsam mit dem Fischereiverband entwickelt worden sei. Dessen praktische Erfahrung solle auch künftig in die Gestaltung der Regeln einfließen.
Geplant ist zudem eine Vereinfachung für Südtiroler: Nach bestandener Fischerprüfung soll künftig nur noch ein Fischerschein in Form eines Ausweises ausgestellt werden. Dieser soll gleichzeitig die Lizenz Typ B ersetzen und zeitlich unbegrenzt gültig sein.






