Deutschland vermutet Russland hinter Drohnen in Leipzig

Den Berichten zufolge geht es um eine Kombination von direkten Maßnahmen Deutschlands und neuer EU-Sanktionen. Daher sei die Ankündigung für Anfang kommender Woche parallel zum EU-Außenministertreffen in Irland am Dienstag geplant. Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz könnte die Entscheidung demnach aber auch vorziehen.
Am Abend des 4. August war am Flughafen Leipzig eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt worden. In ihrer Nähe befanden sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge. Der Flughafen Leipzig gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Abwehrkrieg gegen Russland. Berichten zufolge wurden in Leipzig mehrere Drohnen eingesetzt.
Öffentliche Beschuldigung steht bevor
Merz hatte am Donnerstag in einem RTL-Interview gesagt, seine Regierung werde die Verantwortlichen des Vorfalls in Kürze benennen. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt hat bisher nur von „fremden Mächten“ gesprochen. Ein Regierungssprecher sagte in Reaktion auf die Medienberichte am Samstag: „Die Bundesregierung beteiligt sich nicht an Spekulationen. Relevant ist allein die offizielle Zuordnung, die die Bundesregierung nach eigenem Ermessen und unter Abwägung aller Ermittlungsergebnisse vornimmt.“
Der Kreml ließ indes durch seinen Sprecher Dmitri Peskow wissen, man sehe keine Aussicht auf verbesserte Beziehungen zur Europäischen Union. Europa treffe Aussagen, die darauf hindeuteten, dass es Russland als „Gegner und sogar als Feind“ betrachte. Auf welche Äußerungen sich Peskow genau bezog, blieb zunächst unklar. Die derzeitigen EU-Politiker verhielten sich Russland gegenüber konfrontativ, „nicht nur in Worten, sondern auch in Taten“, fügt er hinzu. „Sie mobilisieren die militärischen Fähigkeiten Europas und richten sie gegen unser Land, während sie sich direkt an Feindseligkeiten gegen uns beteiligen.“
apa






