von lif 27.08.2026 06:18 Uhr

Gletscherabbruch: Zahl der Toten steigt auf über 160 – VIDEO

Eine gewaltige Sturzflut hat im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet Tod und Zerstörung gebracht (UT24 berichtete). Hunderte Menschen werden vermisst, darunter zahlreiche Touristen aus aller Welt.

Bild: APA/AFP

Die Katastrophe nahm am Mittwochmorgen ihren Lauf. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS brach in der Grenzregion zwischen Zentralnepal und dem Südwesten Tibets ein Gletscher ab. Die Behörde hatte zunächst ein Erdbeben der Stärke 4,4 registriert, weitere Analysen ergaben jedoch, dass die gemessene seismische Aktivität von einer gewaltigen Eis- und Gerölllawine mit „katastrophalen Folgen“ stammte. 

Auch das Internationale Zentrum für integrierte Bergentwicklung (Icimod) in Kathmandu geht von einer Gletscherlawine aus. Diese habe zunächst den Fluss Lhende blockiert und dann eine gigantische Flutwelle freigesetzt, erklärte Icimod-Experte Saswata Sanyal.

Hunderte Menschen vermisst

Mindestens 162 Menschen kamen in Nepal ums Leben, wie die nepalesische Polizei auf der Online-Plattform X mitteilte. 41 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt. Unklar ist das Schicksal Hunderter vermisster nepalesischer und ausländischer Touristen, die Region ist ein beliebtes Wandergebiet. Allein aus Australien werden 34 Staatsbürger vermisst.

Auf chinesischer Seite wurden bislang drei Tote gemeldet, die Zahl der Vermissten stieg binnen eines Tages von 265 auf 558. Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren: Ein Flugzeug mit 111 Feuerwehr-Experten aus Sichuan und Peking landete am Flughafen in Tingri. 

APA/UT24 

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