Historischer Durchbruch am Brenner: Haupttunnel des BBT verbunden

Mit diesem Schritt rückt die Fertigstellung der neuen Eisenbahnverbindung näher.
230 Kilometer Tunnel ausgebrochen
Mit dem Tunneldurchstich sind nun alle rund 230 Kilometer des Brenner Basistunnels ausgebrochen. Die beiden Baustellen auf italienischer und österreichischer Seite, die über Jahre getrennt voneinander und mit unterschiedlichen Vortriebsmethoden gearbeitet hatten, wurden damit miteinander verbunden.
Landeshauptmann Arno Kompatscher bezeichnete den Durchbruch als wichtigen Schritt für die Verwirklichung des Projekts. Der BBT sei ein Symbol für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und solle dabei helfen, die Herausforderungen des Transitverkehrs am Brenner zu bewältigen.
„Meilenstein für Europa auf Schienen“
Auch Landesrat Daniel Alfreider sprach von einem außergewöhnlichen Tag. Der Durchbruch sei ein Meilenstein für ein vereintes Europa auf Schienen und für die Mobilität der Menschen.
Alfreider erinnerte daran, dass er das Projekt bereits seit 2004 begleitet. Damals habe er als junger Bauingenieur erstmals an dem europäischen Eisenbahnprojekt mitgearbeitet. Später habe er sich gemeinsam mit italienischen und österreichischen Kollegen für die Umsetzung eingesetzt.
Projekt trotz Herausforderungen vorangetrieben
Alfreider verwies auch auf die Schwierigkeiten, die das Projekt im Laufe der Jahre begleitet hätten. Trotz verschiedener Widerstände sei es gelungen, die Bevölkerung in Südtirol und Tirol von der Bedeutung des Brenner Basistunnels zu überzeugen, die Finanzierung durch die Europäische Union sicherzustellen und die einzelnen Bauabschnitte umzusetzen.
Nach Angaben des Landes seien auch frühere Gegner des Projekts inzwischen zu Befürwortern des Brenner Basistunnels geworden.






