von mmh 21.07.2026 09:11 Uhr

Trump droht Iran mit „Vielfacher Vergeltung“ nach Soldatentod

Vor dem Hintergrund der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit besonders harter Vergeltung gedroht. „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er diesen Tod um ein Vielfaches bezahlen!“, schrieb er auf Truth Social. Er habe unter anderem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine entsprechend angewiesen – was genau das Militär auf Trumps Anordnung hin tun soll, ließ der Präsident offen.

APA/AFP/GETTY

Am Wochenende hatte das US-Militär erstmals seit den Anfangstagen des Iran-Kriegs wieder den Tod von drei weiteren US-Soldaten nach iranischem Beschuss verkündet. Zwei von ihnen waren demnach am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten. Ein dritter sei bei einer „kontrollierten“ Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen Militärs steigt damit auf 17.

Zuletzt hatte das US-Militär die neunte Nacht in Folge Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Teheran meldete Explosionen in mehreren Landesteilen und reagierte wieder mit Vergeltungsangriffen auf Bahrain und Kuwait.

Trump schließt Festnahme Netanyahus in den USA aus

Wie Trump auf Truth Social außerdem postete, schließt er eine Festnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu bei einem Besuch in den USA aus. Der Regierungschef werde dort auf keinen Fall verhaftet, erklärte Trump auf seiner Online-Plattform.

Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hatte in einem am Samstag ausgestrahlten Video-Podcast der „New York Times“ gesagt, die Rechtsabteilung der Stadt prüfe ein solches Vorgehen. Mamdani bezeichnete Netanyahu als Kriegsverbrecher, der vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag gehöre.

Netanyahu reist traditionell im September zur UNO-Vollversammlung nach New York. Der IStGH hat gegen ihn einen Haftbefehl wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Gazastreifen erlassen. Israel weist die Zuständigkeit des Gerichts zurück und bestreitet die Vorwürfe.

apa

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite