von ih 08.07.2026 16:18 Uhr

Landesrat Walcher präsentiert Halbzeitbilanz

Mit einer Bilanz über die vergangenen zweieinhalb Jahre und einem Ausblick auf die kommenden Vorhaben hat Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher (SVP) bei einer Pressekonferenz in den Gärten von Schloss Trauttmansdorff seine Schwerpunkte in den Bereichen Landwirtschaft und Forstwirtschaft vorgestellt.

Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Hunderte Südtiroler Bauern profitieren

Im Mittelpunkt von Walchers Bilanz stand die Unterstützung der bäuerlichen Familienbetriebe. Ziel sei es, dass möglichst viele Höfe wirtschaftlich bestehen können. Dafür brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und eine angemessene Wertschätzung für die Leistungen der Landwirtschaft.

Zu den wichtigsten Maßnahmen der vergangenen Jahre zählt Luis Walcher die Anpassung des Höfegesetzes mit einem stärkeren Fokus auf die aktive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Betriebe. Darüber hinaus wurden Vollerwerbs- und Kleinbetriebe gezielt gefördert sowie die Weideprämie zur Unterstützung der Milch- und Almwirtschaft wieder eingeführt.

Auch Mittel aus dem italienischen Wiederaufbauplan PNRR wurden genutzt. Insgesamt profitierten 736 Südtiroler Landwirte von Förderungen in Höhe von rund 15 Millionen Euro. Die Gelder flossen unter anderem in moderne Maschinen, Investitionen in die Präzisionslandwirtschaft sowie in die Modernisierung der Betriebe.

Investitionen in Schutzwald angekündigt

Im Bereich Forstwirtschaft verwies Walcher auf die Einführung des Waldfonds und des Holzbaufonds. Beide Förderinstrumente sollen die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder stärken und den Einsatz des heimischen Rohstoffs Holz fördern. Zudem wurden neue Förderrichtlinien für den Schutz vor Borkenkäfer-Schäden sowie für das ländliche Wegenetz beschlossen. Als weitere Maßnahmen nannte Walcher die Einrichtung einer Wildbeobachtungsstelle sowie die ersten regulären Wolfsentnahmen in Italien.

Für die kommenden Jahre kündigte der Landesrat verstärkte Investitionen in den Schutzwald, die Waldbrandprävention sowie in Beregnungs- und Löschbecken an. Auch der Ausbau des ländlichen Wegenetzes und eine stärkere Nutzung heimischen Holzes im Bau- und Energiebereich sollen vorangetrieben werden.

Im Bereich Landwirtschaft will sich Walcher insbesondere im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Förderperiode 2028 bis 2034 für eine langfristige Absicherung der Leistungsentgelte für kleinstrukturierte Betriebe einsetzen. Zudem sollen die Berg- und Almwirtschaft sowie die Viehzucht weiter gestärkt und die Vermarktung heimischer Agrarprodukte ausgebaut werden.

Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Zukunft des ländlichen Raums. Junge Menschen sollen verstärkt Perspektiven in der Landwirtschaft erhalten. Forschungseinrichtungen wie das Versuchszentrum Laimburg seien wichtige Beispiele dafür, wie Innovation, Forschung und attraktive Arbeitsplätze in der Landwirtschaft zusammengeführt werden können.

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