Brenner: Team K wirft Region Untätigkeit vor

Anlass der Kritik ist die Antwort von Landeshauptmann Arno Kompatscher auf eine Landtagsanfrage des Team K. Nach Ansicht der Partei von Paul Köllensperger werde darin zwar auf Zuständigkeiten und das laufende Verfahren zur neuen Konzession der Brennerautobahn verwiesen, konkrete Aussagen zu politischen Maßnahmen oder Zielen fehlten jedoch.
Das Team K hatte unter anderem wissen wollen, welche Initiativen die Region als Hauptaktionärin der Brennerautobahn AG gegen die Umweltverschmutzung durch den Verkehr auf der A22 gesetzt habe und welche Vorgaben sie ihren Vertretern in den Gesellschaftsgremien erteilt habe. Außerdem sei gefragt worden, wie ein einstimmiger Beschluss des Regionalrats vom April 2026 umgesetzt werde. Auf diese Fragen gebe es laut der Partei keine konkreten Antworten.
Land nutzt Einfluss nicht ausreichend
Kritisch sieht das Team K zudem, dass die Südtiroler Landesregierung auf das Finanzierungsprojekt für die neue Autobahnkonzession verweist. Die bisher öffentlich zugänglichen Unterlagen enthielten zwar Absichtserklärungen zum Umweltschutz, jedoch keine messbaren Ziele, Zeitpläne oder Erfolgskriterien, anhand derer sich eine tatsächliche Verringerung der Luft- und Lärmbelastung überprüfen lasse.
Als Beleg für den Handlungsbedarf verweist die Partei auf die Protestaktion Ende Mai, bei der nach ihren Angaben rund 5.000 Menschen die Brennerautobahn blockierten, um gegen die Folgen des Transitverkehrs zu demonstrieren. Zugleich habe die Kundgebung unterschiedliche politische Positionen offengelegt: Während sich der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle dem Protest gegenüber aufgeschlossen gezeigt habe, habe sich Kompatscher davon distanziert, zugleich aber einzelne Verkehrsmaßnahmen befürwortet. Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti habe sowohl die Demonstration als auch Überlegungen zu einer stärkeren Umweltbepreisung des Verkehrs abgelehnt.
Für das Team K zeigt dies, dass es sich nicht um eine rein technische, sondern um eine politische Grundsatzfrage zur Zukunft des Brennerkorridors handelt. Das Land nutze ihre Koordinierungsrolle und ihren Einfluss innerhalb der Brennerautobahn AG jedoch nicht ausreichend, sondern beschränke sich auf den Hinweis, am Dialog interessiert zu sein. Damit bleibe sie nach Ansicht der Partei Antworten auf die zentralen Fragen weiterhin schuldig.






