„Meran darf nicht verfallen“ – Streit um Sicherheit in der Kurstadt

Auslöser ist unter anderem ein bewaffneter Raubüberfall auf die Bar Palma in Obermais am 17. Juni. Ein Mann hatte dabei laut Angaben eine Kassiererin mit einer Pistole bedroht und die Tageseinnahmen geraubt. Der Vorfall habe viele Bürger erschüttert und sei für die Ortsleitung ein weiteres Alarmsignal, das die Stadtverwaltung nicht länger ignorieren dürfe.
Zunehmende Probleme in mehreren Stadtteilen
Neben dem Raubüberfall werden auch wiederholt Probleme der öffentlichen Ordnung in verschiedenen Bereichen der Stadt thematisiert. Besonders die Garibaldistraße steht demnach wegen Müllablagerungen und mangelnder Sauberkeit in der Kritik.
Auch rund um den Bahnhof Untermais und das ehemalige Bahndepot wurden laut Darstellung der Ortsleitung mehrfach illegale Lager, behelfsmäßige Schlafstätten und Müllansammlungen gemeldet. Zudem sei es zu illegalen Besetzungen leerstehender Gebäude gekommen, weshalb Ordnungskräfte bereits mehrfach eingreifen mussten.
Sorge wegen Jugendkriminalität
Besonders besorgniserregend sei aus Sicht der Ortsleitung auch die Entwicklung bei der Jugendkriminalität. In den vergangenen Jahren habe es in Meran wiederholt Massenschlägereien im Stadtzentrum, Gewaltvorfälle unter Minderjährigen sowie Anzeigen wegen Raub und Körperverletzung gegeben.
Die Vorfälle zeigten, dass es sich nicht mehr um Einzelfälle handle, so die Einschätzung der Süd-Tiroler Freiheit.
Forderung nach Sonderplan für betroffene Gebiete
Die Ortsleitung betont, dass Bürger, Händler und Familien das Recht hätten, in einer sicheren, sauberen und geordneten Stadt zu leben. Viele Menschen verfolgten die aktuelle Entwicklung mit Sorge, heißt es weiter.
„Sicherheit ist kein Luxus, sondern ein Grundrecht. Wer Verantwortung für eine Stadt trägt, muss Probleme erkennen und lösen, bevor sie außer Kontrolle geraten“, erklärt die Ortsgruppe Meran der Süd-Tiroler Freiheit.
Gefordert wird daher ein sofortiger Sonderplan für besonders betroffene Stadtgebiete. Dazu zählen verstärkte Kontrollen, eine engere Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Ordnungskräften, ein konsequentes Vorgehen gegen illegale Besetzungen und Lager sowie Maßnahmen gegen Jugendgewalt und Jugendbanden. Gleichzeitig brauche es ein Programm zur Aufwertung jener Bereiche, die besonders von Verwahrlosung betroffen seien.
Appell für Kurswechsel in der Stadtpolitik
Meran zählt nach Ansicht der Ortsleitung zu den schönsten Städten Südtirols. Damit dies so bleibe, brauche es eine Verwaltung, die Sicherheit, Ordnung und Lebensqualität konsequent in den Mittelpunkt stelle. Jetzt sei die Zeit für einen Kurswechsel – mit weniger ideologischen Debatten und mehr Aufmerksamkeit für die Sorgen der Bürger.






