Klinik Innsbruck entnimmt Eierstockgewebe bei jungen Mädchen

Diese Daten, die einen Zeitraum von 18 Jahren umfassen, hätten nämlich gezeigt, dass die „Fertilitätsprotektion“ – also eben die Entnahme und das Einfrieren von Eierstockgewebe zum Fruchtbarkeitserhalt – nur bei einem sehr kleinen Teil der betroffenen Kinder umgesetzt worden sei. „Die Fertilität und damit verbundene Beratungen spielten so gut wie keine Rolle, sondern es ging primär ums Überleben der jungen Patientinnen“, skizzierte Bettina Böttcher, Oberärztin an der Klinik für Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin und Vorstandsmitglied im FertiPROTEKT-Netzwerk.
Immer mehr Überlebende, Fokus auf Therapie-Spätfolgen
Im Fokus sei früher somit nicht gestanden, „wie Kinder überleben“, sondern dass sie überhaupt überleben, beschrieb Gabriele Kropshofer, Oberärztin für pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzellentransplantation an der Kinderklinik Innsbruck, weiters die lange vorherrschende Situation. Da aber immer mehr Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen überleben – europaweit sind es mittlerweile 80 Prozent – kämen zunehmend auch Spätfolgen wie eingeschränkte Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit in den Blick. „Das betrifft immerhin zwei Drittel aller Überlebenden“, erklärte Kropshofer.
APA/UT24






