von Alexander Wurzer 12.06.2026 18:19 Uhr

Warum junge Südtiroler für Herz Jesu brennen

Wenn am Herz-Jesu-Sonntag die Feuer auf den Bergen entzündet werden, dann ist das in Tirol weit mehr als ein beeindruckendes Schauspiel. Hinter dem Brauch steht ein jahrhundertealtes Gelöbnis, das bis heute Glauben, Heimat und Gemeinschaft miteinander verbindet. Das Online-Magazin „Corrigenda“ widmet dieser besonderen Tiroler Tradition nun einen ausführlichen und lesenswerten Beitrag.

Symbolbild: Herz-Jesu-Feuer in Kartitsch. Quelle: Gemeinde Kartitsch / Leonhard Draschl / Anton Goller

Unter dem Titel „Warum wir Feuer auf den Bergen entzünden“ porträtiert Corrigenda-Autor Lukas Steinwandter mehrere junge Südtiroler, denen das Herz-Jesu-Fest und der damit verbundene Feuerbrauch ein besonderes Anliegen sind. Der Beitrag zeigt eindrucksvoll, dass die Tradition nicht nur von älteren Generationen getragen wird, sondern auch bei jungen Menschen tiefe Spuren hinterlässt.

Die porträtierten Stimmen schildern, was sie mit dem Herz-Jesu-Sonntag verbinden: feierliche Prozessionen, die Feuer auf den Bergen, die sichtbaren christlichen Symbole in der Nacht, aber auch Dankbarkeit, Gebet, Heimatliebe und Verantwortung für das eigene Land.

Mehr als Folklore

Der Corrigenda-Beitrag macht deutlich, dass die Herz-Jesu-Feuer nicht einfach als Folklore oder touristisches Brauchtum verstanden werden können. Sie stehen in einer langen religiösen und geschichtlichen Tradition, die auf das Herz-Jesu-Gelöbnis von 1796 zurückgeht.

Damals vertrauten die Tiroler ihr Land in einer Zeit großer Bedrohung dem Heiligsten Herzen Jesu an. Seither wird dieses Gelöbnis jährlich erneuert. Die Feuer auf den Bergen sind bis heute das wohl sichtbarste Zeichen dieser besonderen Verbindung von Glauben und Heimat.

Gerade diese Verbindung zieht sich wie ein roter Faden durch den Artikel. Die jungen Stimmen zeigen, dass die Tradition auch heute noch Kraft entfalten kann – nicht nur als Erinnerung an die Vergangenheit, sondern als lebendiges Bekenntnis.

Brauch mit Strahlkraft

Besonders stark ist der Beitrag dort, wo deutlich wird, wie sehr der Herz-Jesu-Brauch Menschen verbindet. Wer an diesem Abend auf die Berge blickt, sieht nicht nur einzelne Feuer, sondern ein gemeinsames Zeichen über Täler, Dörfer und Generationen hinweg.

Die Feuer stehen für Zusammenhalt, für Verwurzelung und für ein Bewusstsein, das in Tirol über Jahrhunderte gewachsen ist. Sie erinnern daran, dass Heimat nicht nur Landschaft, Sprache oder Brauchtum ist, sondern auch ein geistiges und religiöses Fundament hat.

Lesenswerter Beitrag

Corrigenda gelingt mit dem Artikel ein eindrucksvolles Porträt einer Tradition, die in Tirol bis heute lebendig ist. Der Text ist zugleich geschichtliche Einordnung, Glaubenszeugnis und Blick auf eine junge Generation, die sich bewusst mit den Wurzeln des Landes auseinandersetzt.

Gerade vor dem Herz-Jesu-Sonntag ist der Beitrag eine klare Leseempfehlung für alle, die verstehen möchten, warum die Feuer auf den Bergen in Tirol bis heute eine so besondere Bedeutung haben.

Der vollständige Beitrag ist bei „Corrigenda“ erschienen und kann hier nachgelesen werden:

Zum Corrigenda-Beitrag „Warum wir Feuer auf den Bergen entzünden“

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