Gesundheit: Südtirol erreicht wichtige PNRR-Ziele im Gesundheitsbereich

Die mit dem Gesundheitsministerium vereinbarten und vom Land Südtirol nachverhandelten Vorgaben sind damit erfüllt.
Entlastung für die Spitäler
„Wir haben die vereinbarten PNRR-Ziele nicht nur erfüllt, sondern vor allem konkrete Verbesserungen für die Menschen umgesetzt“, erklärt Gesundheitslandesrat Hubert Messner. In den Gemeinschaftshäusern würden die Bürger schnell Hilfe erhalten. Zusammen mit den Gemeinschaftskrankenhäusern sollen sie die Spitäler entlasten und die Gesundheitsdienste besser miteinander vernetzen.
Mit den Beschlüssen stellt die Landesregierung formell fest, dass die PNRR-Ziele der Mission 6 „Gesundheit“ fast vollständig erreicht sind. Grundlage dafür sind laut Land unter anderem die abgeschlossenen Bauarbeiten, die aktivierten Pflichtleistungen und die Einhaltung der Vorgaben. Diese formelle Anerkennung ist Voraussetzung dafür, dass die Zielerreichung gegenüber dem Gesundheitsministerium in Rom im vorgesehenen Monitoringverfahren bestätigt und die Auszahlung der entsprechenden Mittel auf den Weg gebracht werden kann.
Neue Anlaufstellen bei Gesundheitsproblemen
Die Gemeinschaftshäuser sind eine Weiterentwicklung der bisherigen Gesundheits- und Sozialsprengel. Dort arbeiten Ärzte, Pflegekräfte und soziale Dienste enger zusammen. Die Bürger können dort gesundheitliche und soziale Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Dazu zählen die Betreuung chronischer Erkrankungen, pflegerische Leistungen, Präventionsangebote sowie soziale und psychologische Beratung. Bei akuten, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden stehen zudem Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten zur Verfügung.
Die sieben bereits eröffneten Häuser sind Teil eines größeren Ausbaus. Insgesamt sollen laut Gesundheitsressort bis 2028 zwölf Gemeinschaftshäuser in ganz Südtirol in Betrieb sein. Folgen sollen noch jene in Bruneck, Sterzing, Meran, Neumarkt sowie ein zweites Haus in Bozen.
Lücke zur Betreuung daheim schließen
Auch die Gemeinschaftskrankenhäuser spielen eine zentrale Rolle im neuen Versorgungsmodell. Sie sind für Patienten gedacht, die keine akute Krankenhausbehandlung mehr benötigen, aber noch nicht ausreichend zu Hause betreut werden können.
„Mit den Gemeinschaftskrankenhäusern schließen wir eine wichtige Lücke zwischen der Akutversorgung im Krankenhaus und der Betreuung zu Hause“, erklärt Messner. Die Patienten würden dort die notwendige Unterstützung erhalten, ohne dafür ein Akutbett im Krankenhaus zu belegen. Bis 2028 soll ein weiteres Gemeinschaftskrankenhaus in Neumarkt entstehen.
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