von Alexander Wurzer 12.06.2026 15:58 Uhr

Primelaktion: Über 70.000 Euro für Südtiroler Krebsforschung gesammelt

Die SVP-Frauen haben mit ihrer traditionellen Primelaktion erneut eine beachtliche Spendensumme erzielt. Insgesamt kamen heuer 70.437,71 Euro für ein Südtiroler Forschungsprojekt zusammen, das die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen verbessern soll. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2001 wurde damit fast die Millionen-Euro-Grenze geknackt.

SVP-Frauen bei der Scheckübergabe (Foto: SVP-Frauen)

An 135 Ständen im ganzen Land wurden im Rahmen der Aktion Primeln und Kräuter gegen eine freiwillige Spende verteilt. Möglich wurde das Ergebnis laut der SVP-Frauenbewegung durch den Einsatz zahlreicher freiwilliger Helferinnen, die Unterstützung der Gärtnereien und die Spendenbereitschaft der Bevölkerung.

Fast eine Million Euro seit 2001

Seit Beginn der Primelaktion 2001 konnten die SVP-Frauen insgesamt 957.568,72 Euro für die Krebsforschung sammeln. Landesfrauenreferentin Renate Gebhard spricht von einer Initiative, die konkrete Hilfe für Betroffene mit der Förderung wissenschaftlicher Forschung im eigenen Land verbinde.

„Zudem liegt uns als Frauenbewegung die Unterstützung von Frauen in der Wissenschaft besonders am Herzen und wir freuen uns, hier einen konkreten Beitrag leisten zu können“, betont Gebhard. Ihr Dank gelte allen Beteiligten. Dieses Ergebnis sei nur durch den gemeinsamen Einsatz vieler engagierter Menschen möglich geworden.

Kühlung gegen schmerzhafte Nebenwirkungen

Die unterstützte Studie wird von Sonia Prader, Primaria der Gynäkologie am Krankenhaus Brixen, geleitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie belastende Nebenwirkungen an Händen und Füßen bei sogenannten taxanhaltigen Chemotherapien gelindert werden können.

Untersucht wird dabei, wie gezielte Kühlung den Beschwerden entgegenwirken kann. Diese Nebenwirkungen schränken Betroffene oft auch noch lange nach Abschluss der Behandlung in ihrer Beweglichkeit und bei alltäglichen Aufgaben massiv ein.

Brustkrebs-Studie bereits angelaufen

Laut Primaria Sonia Prader ist das Forschungsprojekt inzwischen mit den ersten Teilnehmerinnen gestartet. Alle beteiligten onkologischen Abteilungen in Südtirol seien vorbereitet und könnten nun weitere Patientinnen in die Studie aufnehmen.

Derzeit werde an den letzten organisatorischen Details gearbeitet, damit die Untersuchung planmäßig weitergeführt werden kann. Den Spendenscheck nahmen Prader und Maria Claudia Bertagnolli, Präsidentin der Südtiroler Krebshilfevereinigung, entgegen. Bertagnolli betonte, dass diese Unterstützung Forschung ermögliche, die unmittelbar den Patientinnen zugutekomme.

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