von lif 30.05.2026 14:53 Uhr

Wohin verreisen Südtirols Abgeordnete?

Die Sommerferien rücken näher. Daher hat sich UT24 die Frage gestellt, wohin es heuer Südtirols Landtagsabgeordnete zieht. Wir haben bei allen 35 Mandataren nachgefragt.

Bild: UT24/lif

13 von ihnen haben geantwortet. Und eines wird in den Rückmeldungen schnell deutlich: Die Liebe zur Heimat ist groß. Landtagspräsident Arnold Schuler (SVP) hat heuer noch keinen Urlaub geplant. Im Sommer gebe es in der Landwirtschaft immer genug zu tun, sagt er. Wenn doch ein paar freie Tage übrig bleiben, dann genießt er sie am liebsten daheim in Südtirol.

Auch SVP-Abgeordneter Franz Locher zieht es nicht in die Ferne: „In Südtirol haben wir das große Glück, dort zu leben, wo andere ihre Ferien verbringen“, betont er. Heuer freut er sich besonders auf ausgedehnte Bergtouren, vielleicht auf den Ortler oder zu den Drei Zinnen. Dort oben finde er die Ruhe und Energie, die im Alltag oft zu kurz kämen.

Bei seiner Parteikollegin Waltraud Deeg hat das Daheimbleiben fast schon Tradition, denn sie verbringt schon seit knapp zehn Jahren ihren Sommer in Südtirol. Auch heuer steht wieder eine Familienbergwoche mit Hüttenübernachtung auf dem Programm. Ihr Leitmotiv: „Nur wo du zu Fuß warst, bist du wirklich gewesen.“

Franz Ploner (Team K) wiederum bleibt aus familiären Gründen zuhause.

Wer in die Ferne schweift

Etwas weiter zieht es Marco Galateo (Fratelli d’Italia). Er kombiniert Berge und Meer. Einige Tage in den Südtiroler Bergen, bewusst abseits der überlaufenen Gebiete, und dann ein paar Tage in Cervia an der Adria. Die breiten Strände und die entspannte Romagna-Atmosphäre schätze er besonders.

Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) bricht heuer zu einer Kulturreise auf: Auf dem Programm stehen die antiken griechischen Stätten auf dem Peloponnes. Geschichte, Archäologie und Kultur seien für ihn die wichtigsten Reisemotive.

Sein Fraktionskollege Bernhard Zimmerhofer setzt auf Bewegung und möchte den Donauradweg von Passau nach Wien fahren und den Rest der Ferien auf der Alm verbringen. „Natur, Kultur und Bewegung“, lautet sein Rezept für einen erfüllten Urlaub.

Angelo Gennaccaro (La Civica) hofft, sofern es seine institutionellen Verpflichtungen zulassen, einige Tage auf Sardinien verbringen zu können. Im Vordergrund stehen Erholung und Zeit mit der Familie.

Spontane Reisende

Gleich mehrere Abgeordnete haben sich noch gar nicht festgelegt. Paul Köllensperger (Team K) hat noch nichts geplant, Thomas Widmann (Für Südtirol mit Widmann) entscheidet erst kurzfristig, wohin es geht. Fest steht bei ihm nur, dass er heuer auf jeden Fall Urlaub macht.

Auch Hannes Rabensteiner (Süd-Tiroler Freiheit) muss noch buchen und nimmt sich selbst dabei mit Humor: „Ich bin eher der spontane Urlaubstyp, was mir leider oft zum Verhängnis wird“, schreibt er. Arbeitsbedingt schiebe er das Buchen immer wieder auf, und schon sei der Sommer schneller vorbei als gedacht. Heuer wolle er sich aber mehr Mühe geben.

Privatsache

Nicht alle wollen über ihre Urlaubspläne sprechen. Alex Ploner (Team K) hält den Urlaub bewusst aus dem öffentlichen Leben heraus und verweist auf die Kollegen, die ihre Pläne gerne teilen. Auch Landesrätin Ulli Mair (Die Freiheitlichen) möchte an der Umfrage nicht teilnehmen.

Die übrigen 22 Abgeordneten haben auf die Anfrage nicht reagiert.

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