von Alexander Wurzer 30.05.2026 07:46 Uhr

Innsbruck: Falscher Software-Mitarbeiter räumt Konto leer

Eine 70-jährige Österreicherin ist am gestrigen Freitag in Innsbruck Opfer eines schweren Internetbetrugs geworden. Ein angeblicher Mitarbeiter einer Softwarefirma brachte die Frau dazu, ihm Zugangsdaten zu ihrem Bankkonto preiszugeben. Der Schaden liegt nach derzeitigem Stand im niedrigen fünfstelligen Eurobereich.

Bild von Riki32 auf Pixabay

Der Vorfall ereignete sich gegen 14.00 Uhr. Die Frau wurde telefonisch von einem Mann kontaktiert, der sich als Mitarbeiter einer Softwarefirma ausgab. Er behauptete, der Computer der 70-Jährigen sei mit einem „Trojaner“ infiziert und müsse dringend von der Schadsoftware befreit werden.

In weiterer Folge wurde die Frau angewiesen, eine bestimmte Servicetelefonnummer zu wählen. Dort wurde die angebliche Entfernung der Schadsoftware fortgesetzt.

Zugangsdaten ausgespäht

Im Zuge des Gesprächs forderten die Täter die Frau auf, sich in ihr Online-Banking einzuloggen. Dieser Versuch funktionierte zwar offenbar nicht wie vorgesehen, dennoch gelang es der Täterschaft, auf diesem Weg an die Zugangsdaten zum Bankkonto der Geschädigten zu kommen.

Anschließend wurden mehrere Überweisungen durchgeführt. Bislang entstand dadurch ein Schaden in der Höhe eines niedrigen fünfstelligen Eurobetrages.

Polizei warnt vor Betrugsmasche

Der Fall zeigt einmal mehr, wie professionell Betrüger inzwischen vorgehen. Besonders perfide: Die Täter setzen ihre Opfer unter Druck, geben sich als technische Helfer aus und nutzen die Angst vor Computerviren oder gesperrten Geräten aus.

Die Polizei warnt davor, fremden Personen am Telefon Zugang zum Computer oder zum Online-Banking zu gewähren. Seriöse Firmen fordern weder telefonisch Bankzugänge an noch verlangen sie, dass Kunden während eines Supportgesprächs in ihr Online-Banking einsteigen.

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