Wipptal fordert härtere Maßnahmen gegen Transitverkehr

Belastungsgrenze längst erreicht
Landeshauptmann Anton Mattle warnt, dass die Belastungsgrenze für Bevölkerung, Natur und Infrastruktur längst erreicht sei.
Tirol könne die gewaltigen Verkehrsströme zwischen Nord- und Südeuropa nicht länger alleine bewältigen. Unterstützung fordern Land und Gemeinden daher von Wien, Berlin, Rom und Brüssel.
Im Mittelpunkt des Forderungspapiers stehen die Beibehaltung der bestehenden Lkw-Fahrverbote, mehr Lärmschutz entlang der A13 sowie höhere Mauttarife nach Schweizer Vorbild. Zudem verlangen die Bürgermeister strengere Umweltmaßnahmen und eine bessere Verkehrslenkung rund um die Baustellen auf der Brennerautobahn.
Wipptal geschlossen hinter Anti-Transitpolitik
Auch die laufende Transit-Klage Italiens gegen das Bundesland Tirol war Thema.
Die Wipptaler Gemeinden stellten sich dabei demonstrativ hinter die Tiroler Anti-Transitpolitik. Planungsverbandsobmann und Bürgermeister Florian Riedl erklärte, die Bevölkerung lasse sich „nicht auseinanderdividieren“. Die Tiroler Maßnahmen seien notwendig, um Luftqualität und Verkehrssicherheit zu schützen.
Scharfe Kritik übte Mattle zudem an möglichen Verzögerungen beim Ausbau der Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel. Tirol könne keine Abstriche bei der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene akzeptieren, so der Landeshauptmann.






