von ih 20.05.2026 10:40 Uhr

Erneut russische Angriffe auf ukrainische Städte

Russland hat auch in der Nacht wieder ukrainische Städte und Regionen angegriffen. Ukrainische Behörden meldeten nach russischen Drohnenangriffen mindestens zwei Tote, zahlreiche Verletzte sowie mehrere zerstörte Gebäude in den Städten Odessa, Dnipro und Konotop. Die Ukraine attackierte eine Raffinerie in Russland.

APA/AFP

In Dnipro seien zwei Menschen durch russische Angriffe getötet worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Es gebe sechs Verletzte. Wohnhäuser, ein Lebensmittellager sowie Autos seien beschädigt worden.

In dem Gebiet Sumy wurden in der Stadt Konotop mehrere Gebäude getroffen, wie Militärgouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram schrieb. Dabei seien mindestens sechs Menschen verletzt worden. Der Bürgermeister der Stadt Konotop, Artem Semenichin, sagte laut einem Medienbericht, wegen Mangels an Rettungswagen würden die Verletzten in privaten Fahrzeugen in Krankenhäuser gebracht. Auch ein Museum sei beschädigt worden.

Drohnenangriff auf Odessa

Auch in Odessa wurden erneut mehrstöckige Wohnhäuser und Fahrzeuge getroffen, wie der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Serhij Lyssak, auf Telegram schrieb.

Ein Gebäude sei durch den Angriff völlig zerstört worden. Der ukrainische Gasversorger Naftogaz berichtete, den vierten Tag in Folge sei seine Infrastruktur im nördlichen Gebiet Tschernihiw angegriffen worden. Dnipro und Odessa werden von Russland immer wieder mit Raketen und Drohnen unterschiedlichen Typs attackiert.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen Russlands Angriffskrieg. Der russische Luftangriff zog sich nach Informationen der ukrainischen Luftwaffe in den Landesteilen Charkiw und Sumy bis in den Vormittag hinein.

Brand in russischer Raffinerie nach Drohnenangriff

Die ukrainische Armee wiederum setzte am Mittwoch ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fort und attackierte in der Nacht die große Raffinerie von Kstowo an der Wolga. Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: „Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschließenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht“, teilte er auf Telegram mit. Russische und ukrainische Telegram-Kanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen.

Die Raffinerie von Kstowo gehört dem zweitgrößten russischen Ölkonzern Lukoil und zählt zu den zehn größten des Landes. Der ukrainische Generalstab hatte auch am Dienstag einen Angriff auf die Anlage gemeldet. Die Ukraine greift seit Monaten Raffinerien, Pumpstationen und Ausfuhrhäfen der russischen Ölindustrie an. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kreml schmälern.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau erfasste die jüngste ukrainische Angriffswelle erneut ganz West- und Zentralrussland. 273 feindliche Drohnen seien abgeschossen worden, hieß es. In St. Petersburg und dem Umland warnte der Zivilschutz die Bürger vor Drohnengefahr, wie Tass meldete. Wegen der Drohnen in der Luft mussten viele russische Flughäfen ihren Betrieb zeitweise einschränken.

apa

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite