von ih 19.05.2026 13:30 Uhr

Waldbrände und Extremwetter: Südtirol investiert massiv in Schutzwälder

Südtirols Wälder stehen unter Druck – und die Landespolitik reagiert jetzt mit einem neuen Förderpaket und deutlichen Warnungen. Anlass ist eine aktuelle Landtagsanfrage zur Entwicklung der Schutzwälder und des Forstpersonals. Forstlandesrat Luis Walcher (SVP) macht dabei klar: „Nur widerstandsfähige Wälder können ihre Schutzfunktion langfristig erfüllen.“

Landesrat Luis Walcher (SVP)

Waldgebiete sind verletztlich geworden

Der Wald sei für Südtirol weit mehr als nur Naturidylle. Laut Landesrat Luis Walcher schützt er vor Naturgefahren, speichert CO₂, sichert die Artenvielfalt und dient gleichzeitig als Lebens- und Erholungsraum. Gerade der Klimawandel mache jedoch deutlich, wie verletzlich viele Waldgebiete inzwischen geworden sind.

Besonders alarmierend seien die zunehmenden Belastungen einzelner Baumarten durch Hitze, Trockenheit und Extremwetter. Gleichzeitig verändern sich die Waldstrukturen zunehmend durch natürliche Entwicklungen und klimatische Einflüsse. Deshalb brauche es künftig eine „aktive und anpassungsfähige Waldbewirtschaftung“.

Eine reale Gefahr

Dass die Gefahr real ist, hätten laut Landesrat Walcher die Waldbrände im Vinschgau sowie die umfangreichen Sicherungsarbeiten oberhalb der Gadertalerstraße deutlich gezeigt. Stabile Schutzwälder seien entscheidend für die Sicherheit der Bevölkerung.

Immerhin: Die Waldfläche in Südtirol ist in den vergangenen Jahrzehnten leicht gewachsen und bedeckt mittlerweile rund 51 Prozent der gesamten Landesfläche. Doch die reine Fläche allein reiche nicht aus – entscheidend sei der Zustand der Wälder.

Genau deshalb setzt das Land Südtirol nun auf ein neues forstliches Förderpaket für 2026. Unterstützt werden sollen unter anderem Maßnahmen zur Waldpflege, Aufforstung, Schadholzbeseitigung sowie Projekte zur Verbesserung der Klimaresilienz. Besonders Waldeigentümer sollen von den neuen Beiträgen profitieren und sich aktiv bei den zuständigen Forststationen informieren.

Dank an Forstbedienstete

Zudem startet mit „WaldAtem“ eine neue Kampagne, die das Bewusstsein für die Bedeutung des Waldes stärken soll. Damit will das Land die Bevölkerung noch stärker für den Schutz und die Pflege der heimischen Wälder sensibilisieren.

Abschließend richtet Walcher seinen Dank an die rund 270 Forstbediensteten in Südtirol. Sie würden täglich einen unverzichtbaren Beitrag für den Schutzwald und damit für die Sicherheit des Landes leisten.

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