Nach Katzenmord-Video: Tierquäler sollen härter bestraft werden

Fall aus Brixen im Thale sorgt für Empörung
Auslöser für den Vorstoß ist vor allem ein Fall aus Brixen im Thale, der in den vergangenen Tagen bundesweit für Entsetzen sorgte.
Zwei Jugendliche hatten Anfang Mai Anzeige erstattet, nachdem ihnen über einen Messengerdienst ein Video zugespielt worden war. Darauf soll zu sehen sein, wie mehrere Personen eine Katze mit einer Schaufel misshandeln und töten. Die mutmaßlichen Täter konnten inzwischen ausgeforscht werden, gegen sie wird strafrechtlich ermittelt.
Besonders schockierend sei laut FPÖ nicht nur die Tat selbst gewesen, sondern auch die Verbreitung der Aufnahmen in sozialen Netzwerken. Das Video verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit tausendfach im Internet und löste heftige Diskussionen sowie Forderungen nach strengeren Strafen für Tierquäler aus.
Weitere Fälle in Nord- und Osttirol
Die Tiroler Freiheitlichen verweisen auf weitere aktuelle Fälle in Nord- und Osttirol.
So wurde im Osttiroler Tristach eine Katze durch einen Schuss aus einem Luftdruckgewehr schwer verletzt. In Matrei in Osttirol wiederum ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen Mann, der sexuelle Handlungen an Pferden vorgenommen haben soll. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft sollen die Tiere dabei erheblichen Qualen ausgesetzt worden sein.
Nach Ansicht der FPÖ zeigen diese Fälle deutlich, dass es sich nicht um Einzelfälle handle. Auch Zahlen der Statistik Austria würden dies belegen: Demnach gab es in den Jahren 2023 und 2024 österreichweit zahlreiche gerichtliche Verurteilungen im Zusammenhang mit Tierquälerei.
Klares Signal gefordert
Zusätzlichen Handlungsbedarf sieht die Freiheitliche Partei auch im Verwaltungsbereich. Laut dem Tätigkeitsbericht der Tiroler Tierschutzombudsperson waren diese in den Jahren 2023 und 2024 in insgesamt 747 Verwaltungsstrafverfahren eingebunden. In mehr als einem Drittel der Fälle ging es dabei um Tierquälerei. Kritisiert werden zudem rechtliche Überschneidungen zwischen Verwaltungsverfahren und strafrechtlichen Ermittlungen, durch die manche Verstöße derzeit möglicherweise ungeahndet bleiben könnten.
Die FPÖ argumentiert, eine Verschärfung des Strafmaßes wäre ein klares Signal für mehr Tierschutz und würde auch der Abschreckung dienen. Richter hätten dadurch künftig größere Möglichkeiten, besonders schwere Fälle härter zu bestrafen.
Der Dringlichkeitsantrag soll nun im Tiroler Landtag behandelt werden.
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