von lif 19.05.2026 11:59 Uhr

40.000 Bienenvölker in Südtirol: Tipps zum Weltbienentag

Am morgigen Mittwoch, den 20. Mai wird der Weltbienentag begangen. Ein Tag, der an die enorme Bedeutung der Bienen für unsere Umwelt und Ernährung erinnert. Neben den Bauern können auch Privatpersonen viel zum Schutz dieser fleißigen Insekten beitragen.

Palmkätzchen mit Biene_© ÖPID

„Ohne Bienen gäbe es deutlich geringere Erträge und damit weniger Lebensmittel. Rund 80 Prozent der Wild- und Kulturpflanzen sind auf Bestäuber angewiesen“, erklärt Bauernbund-Landesobman,  Daniel Gasser. Dabei sind nicht nur die Honigbienen, sondern auch die mehr als 600 Wildbienenarten unverzichtbar. Durch ihre Bestäubungsleistung tragen sie nicht nur zur Ernährungssicherheit, sondern auch zur biologischen Vielfalt und zur Nahrungskette für viele andere Lebewesen bei.

Auch wirtschaftlich sind Bienen ein Schwergewicht: Laut nationalem Imkerbund generieren Honigbienen bis zu zwei Milliarden Euro an Produktionswert in der italienischen Agrar- und Lebensmittelwirtschaft sowie rund 150 Milliarden Euro an Ökosystemleistungen. In Südtirol kümmern sich über 4.500 Imkerinnen und Imker um mehr als 40.000 Bienenvölker. „Der Internationale Weltbienentag soll nicht nur die Bedeutung der Bienen unterstreichen, sondern ein Anlass sein, den über 4.500 heimischen Imkerinnen und Imkern zu danken. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag“, betont Gasser.

Bienen stehen zunehmend unter Druck

Trotz der Bemühungen vieler Imker und Bauern stehen Bienen zunehmend durch den Verlust von Lebensräumen, die Versiegelung von Flächen und den Nahrungsmangel, unter Druck. Die Landwirtschaft versuche gegenzusteuern, so Gasser. Zum Beispiel durch einen verantwortungsvollen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, überlegtes Mulchen, das Anlegen von Blühstreifen sowie bienenfreundliche Hecken. Auch Bienenhotels sind immer häufiger auf den Wiesen zu sehen.

Das kann jeder Einzelne tun

Doch nicht nur Bauern und Imker seien gefragt. Auch jeder Einzelne kann etwas für die Bienen tun:

  • In Privatgärten Nisthilfen anbieten und torffreie Erde verwenden
  • Lichtverschmutzung reduzieren – also: Licht aus, wenn es nicht gebraucht wird
  • Bunte Wildblumenwiesen statt gepflegtem Rasen anlegen
  • Auf dem Balkon Kräuter und bienenfreundliche Pflanzen kultivieren
  • Möglichst auf Pflanzenschutzmittel im eigenen Garten verzichten

„Die Bienen werden es Ihnen danken“, betont Gasser.

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