von mmh 14.05.2026 10:42 Uhr

Tigermücke in Südtirol: Experten erklären Schutzmaßnahmen

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb warnt vor der Ausbreitung von Mücken, insbesondere der asiatischen Tigermücke, und ruft die Bevölkerung zu aktiver Mithilfe auf. Schon kleine Vorsichtsmaßnahmen im Alltag könnten dazu beitragen, die Vermehrung der Insekten einzudämmen und damit auch mögliche Gesundheitsrisiken zu reduzieren.

Die Asiatische Tigermücke. (Foto: Pixabay)

Unter dem Titel der Informationskampagne „Mücken mögen dich“ hat das Departement für Gesundheitsvorsorge des Südtiroler Sanitätsbetriebes vier zentrale Handlungsfelder definiert. Diese betreffen den Schutz des Hauses, der Außenbereiche sowie der eigenen Person, insbesondere bei Reisen in Regionen mit hoher Mückendichte.

Tigermücke inzwischen auch in Südtirol verbreitet

Die Tigermücke ist mittlerweile auch in Südtirol weit verbreitet. Ihr Stich gilt nicht nur als lästig, sondern kann grundsätzlich auch als potenzieller Überträger von Krankheitserregern dienen, die Infektionskrankheiten wie Dengue, Zika oder Chikungunya auslösen können.

Die wissenschaftliche Leitung der Kampagne liegt bei Dr.in Giulia Morosetti und Dr. Danilo Doglio vom Departement für Gesundheitsvorsorge des Südtiroler Sanitätsbetriebes.

Aufklärung über Schutzmaßnahmen

Dr.in Morosetti betont die Bedeutung der Sensibilisierung der Bevölkerung: „Es geht nicht nur darum, den lästigen Juckreiz nach einem Mückenstich zu vermeiden, sondern auch darum potenzielle Übertragungsketten von Infektionskrankheiten wie Dengue, Zika oder Chikungunya zu unterbrechen. Aus diesem Grund ist es bereits ab diesem Monat wichtig, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um das eigene Zuhause, die Außenbereiche und natürlich sich selbst zu schützen, sei es hier in Südtirol oder im Urlaub, etwa an warmen Reisezielen, wo Mücken ideale Bedingungen zur Fortpflanzung vorfinden. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um allen Behörden und Verbänden zu danken, die uns bei der Verbreitung der Präventionsbotschaften dieser wichtigen Kampagne unterstützen.“

Auch Dr. Danilo Doglio weist auf konkrete Schutzmaßnahmen hin: „Entgegen der landläufigen Meinung sticht die Tigermücke vor allem tagsüber. Man kann sich schützen, indem man helle, den Körper bedeckende Kleidung trägt, Insektenschutzmittel aufträgt, Fliegengitter an den Fenstern anbringt und stark parfümierte Kosmetika meidet. Zum Schutz im Haus sind Mückenspiralen, Verdampfer und elektrische Diffusoren geeignet. Außerdem sorgen Klimaanlagen dafür, dass sich Mücken weniger wohlfühlen. In Außenbereichen wie Gärten oder auf Balkonen sollte stehendes Wasser entfernt und Gullys sowie Abwasserkanäle mit geeigneten Larviziden behandelt werden.“

Zusammenarbeit für mehr Prävention

Das Departement für Gesundheitsvorsorge arbeitet gemeinsam mit der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz (Biologisches Labor), dem Südtiroler Gemeindenverband, dem Institut für Tierseuchenbekämpfung der Venetien (IZSVe) sowie weiteren Interessengruppen an der Aufklärung über wirksamen Mückenschutz.

Ziel ist es, die Ausbreitung der Mücken zu verlangsamen und deren Vermehrung einzudämmen. Gleichzeitig wird betont, dass jede Bürgerin und jeder Bürger einen Beitrag zum Schutz leisten kann.

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