Wohnreform: Mehr junge Südtiroler greifen zu

Eine erste Bilanz zog das Ressort für Wohnbau, Sicherheit und Gewaltprävention. Demnach haben seit dem 1. Jänner 2026 rund 500 Personen beziehungsweise Familien auf das begünstigte Darlehen oder das reformierte Bausparen zurückgegriffen. Wohnlandesrätin Ulli Mair zeigt sich mit dem Start zufrieden: „Die Wohnreform ist kein starres Konstrukt, sondern der Beginn einer umfassenden Maßnahmenoffensive zur Schaffung und Sicherung von leistbarem Wohnraum für die ansässige Bevölkerung. Sie hat den jahrelangen Stillstand beim Thema Wohnen beendet und leistbares Wohnen klar auf die Prioritätenliste der Landesregierung gesetzt.“
Zwischen 1. Jänner und 30. April 2026 wurden insgesamt 189 begünstigte Darlehen mit einem Gesamtvolumen von 36,27 Millionen Euro vergeben, berichtet das LPA in einer Aussendung. Im Schnitt nahmen die Antragsteller dabei rund 191.900 Euro auf. Zwei Drittel der Darlehen sind variabel verzinst, ein Drittel hat einen fixen Zinssatz. „Der Start des begünstigten Darlehens als neue, dritte Förderschiene neben dem Bausparen und den einmaligen Beiträgen für Bau, Kauf und Wiedergewinnung ist gelungen“, so Mair. Wichtig sei gewesen, die Palette an Unterstützungsmaßnahmen zu erweitern und diese auch miteinander kombinierbar zu machen.
Bausparen besonders bei jungen Leuten beliebt
Auch das Bausparen, das im Zuge der Reform weiterentwickelt wurde, kommt gut an. Im selben Zeitraum wurden 204 Bauspardarlehen mit einem Volumen von 23,62 Millionen Euro vergeben, mit einem durchschnittlichen Betrag von rund 115.700 Euro. Bauspardarlehen werden ausschließlich mit fixem Zinssatz gewährt.
Die Reform spreche gezielt jüngere Menschen an. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr könnten rund 600 Darlehen vergeben werden, bisher waren es etwa 500. Der Anteil der Darlehensnehmer unter 30 Jahren ist von rund zehn auf 22 Prozent gestiegen. Auch Paare nehmen die Förderung verstärkt in Anspruch, ihr Anteil ist von elf auf 18 Prozent geklettert. Bei den Frauen ist der Anteil von 36 auf 40 Prozent gewachsen. „Das Bausparen bestätigt seine Rolle als verlässliche Säule der Wohnbauförderung. Die Anpassungen im Zuge der Wohnreform zielten darauf ab, jungen Menschen und Familien mehr Flexibilität zu bieten und besser auf ihre Lebensrealität einzugehen. Das ist gelungen“, betont Mair.






