von ih 07.05.2026 17:33 Uhr

Einstimmige Genehmigung für Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten

Der Südtiroler Landtag hat sich einstimmig für eine stärkere Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten im Rentensystem ausgesprochen. Mit der Genehmigung eines Begehrensantrags der Süd-Tiroler Freiheit soll nun Druck auf den italienischen Staat ausgeübt werden, damit entsprechende gesetzliche Voraussetzungen geschaffen werden.

Foto: Süd-Tiroler Freiheit

Der Antrag des Landtagsabgeordneten Hannes Rabensteiner sieht unter anderem vor, dass Erziehungs- und Pflegezeiten künftig besser bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden. Zudem soll es einfacher werden, fehlende Rentenjahre bei Einzahlungslücken nachzukaufen, um Versorgungslücken im Alter zu schließen.

Rabensteiner zeigte sich erfreut über die breite Zustimmung im Landtag. Die einstimmige Unterstützung sei ein wichtiges Signal, um gemeinsam Druck auf Rom auszuüben und ein gerechteres Rentensystem zu erreichen. Menschen, die über Jahre hinweg Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, würden einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft leisten und verdienten daher auch eine angemessene Absicherung im Alter.

Neben der Anerkennung von Pflege- und Erziehungszeiten fordert der Antrag auch eine stärkere Förderung der privaten Altersvorsorge. Konkret sollen die steuerlich absetzbaren Beträge für Einzahlungen in Zusatzrentenfonds erhöht werden. Darüber hinaus ist eine Informationskampagne geplant, die insbesondere junge Menschen frühzeitig über Möglichkeiten der Altersvorsorge aufklären soll.

In der Begründung des Begehrensantrags wird betont, dass Erziehungs- und Pflegearbeit gesellschaftlich unverzichtbar sei und sich dies auch in der späteren Rente widerspiegeln müsse. Wer Verantwortung für Familie oder pflegebedürftige Angehörige übernehme, dürfe im Alter nicht benachteiligt werden.

Mit der einstimmigen Genehmigung sieht die Süd-Tiroler Freiheit nun eine starke Grundlage geschaffen, um das Anliegen auch auf staatlicher Ebene weiter voranzutreiben. Ziel sei es, Benachteiligungen im Alter abzubauen und Altersarmut langfristig entgegenzuwirken.

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