Handwerk stärkt Südtirols Wirtschaft

Geopolitische Spannungen, gestörte Lieferketten und steigende Energie- sowie Transportkosten setzen internationale Märkte unter Druck.
Besonders aktuelle Konflikte verschärfen die Situation und bremsen Investitionen in Europa. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig funktionierende lokale Strukturen sind. In Südtirol übernimmt dabei das Handwerk eine Schlüsselrolle: Über 15.000 Betriebe mit mehr als 45.000 Beschäftigten bilden einen zentralen Pfeiler der Wirtschaft. Jeder fünfte Arbeitsplatz hängt direkt von dieser Branche ab.
Nach Einschätzung des Wirtschaftsverbandes lvh liegt gerade in der kleinstrukturierten Wirtschaftsweise ein klarer Vorteil. Lokale Betriebe sichern nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Versorgung, Qualität und Stabilität – selbst in Krisenzeiten. „Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht, wie anfällig globale Lieferketten sind. Südtirol profitiert von starken regionalen Kreisläufen, die unser Land resilienter machen“, erklärt lvh-Direktor Walter Pöhl.
Neben wirtschaftlicher Stärke überzeugt das Handwerk auch durch seine gesellschaftliche Bedeutung: Es ist tief in den Gemeinden verwurzelt, schafft Ausbildungsplätze und bewahrt wertvolles Know-how. Gleichzeitig bleibt es innovationsfähig, reagiert flexibel auf neue Anforderungen und stärkt so die Wettbewerbsfähigkeit des Landes.
Dass Südtirol zu den produktivsten Regionen Italiens zählt, ist nicht zuletzt auf diese Struktur zurückzuführen. In einer zunehmend unsicheren Welt zeigt sich: Regionen mit starken lokalen Netzwerken sind krisenfester. Nähe wird damit zum entscheidenden Faktor für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.






