von ih 21.11.2025 15:34 Uhr

Südtirols Vermögen wächst – doch viele können kaum sparen

Südtirol verfügt laut aktuellen Daten der Banca d’Italia über ein Nettovermögen von insgesamt 189 Milliarden Euro (Stand 31.12.2023). Zwei Drittel davon entfallen auf Sachvermögen wie Wohnungen, gewerbliche Gebäude und Grundstücke. Das finanzielle Vermögen beläuft sich auf 74,3 Milliarden Euro, darunter vor allem Wertpapiere und Aktien. Gleichzeitig sind die Südtiroler Haushalte mit 14,7 Milliarden Euro verschuldet.

Bild: APA/dpa-Zentralbild

Rechnerisch besitzt jeder Einwohner Südtirols ein Nettovermögen von 352.800 Euro – deutlich mehr als der nationale Durchschnitt von 191.300 Euro und auch mehr als im benachbarten Trient. Besonders stark ist der Vorsprung beim Sachvermögen, das in Südtirol doppelt so hoch ist wie im gesamtstaatlichen Schnitt. Allerdings ist auch die Verschuldung deutlich höher: Im Schnitt stehen Südtiroler mit 27.400 Euro in der Kreide.

Hinter den Durchschnittswerten verbirgt sich jedoch eine wachsende Kluft. Laut AFI-Barometer können 56 Prozent der Arbeitnehmer in den kommenden zwölf Monaten voraussichtlich nichts sparen. Internationale Studien zeigen, dass Vermögen wesentlich ungleicher verteilt sind als Einkommen – vieles deutet darauf hin, dass dies auch für Südtirol gilt.

Ein genaues Bild der Lage fehlt allerdings: Die letzten verlässlichen Daten zur Einkommensverteilung stammen aus dem Jahr 2018, zur Vermögensverteilung existieren überhaupt keine fundierten Analysen. AFI-Direktor Stefan Perini fordert deshalb aktuelle Daten, um politische Reformen und das Armutsnetzwerk des Landes besser unterstützen zu können.

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