von ih 20.09.2019 12:25 Uhr

Doppelpass: SHB sieht Beschluss noch politisch vorsichtig

Auch wenn sich im österreichischen Parlament eine große Mehrheit für die Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ausgesprochen hat (UT24 berichtete), müsse man das Ganze politisch vorsichtig sehen. Ein Grund zur überschwänglichen Freude bestehe leider noch nicht, aber es sei ein wichtiger Schritt gewesen, so SHB-Obmann Roland Lang.

Foto: Südtiroler Heimatbund

Für die vorsichtige Haltung gebe es laut dem Südtiroler Heimatbund mehrere Gründe: Auch wenn das Ganze ein sehr bedeutsamer Beschluss für Südtirol und das im europäischen Geiste anzusehen ist, sei es europafeindlich, wenn Italien dazu nicht bereit sei und sich weiterhin in die Souveränität Österreichs einmischen darf. Das gekonnte Intrigenspiel italienischer Politik habe bisher ja verhindert, dass Österreich in Sachen Doppelstaatsbürgerschaft jene Freiheit hat, die Italien seit Jahrzehnten ohne jedem bedenken anwendet.

Zweitens: Es stehen in Österreich am 29. September Neuwahlen an. Ein politisches Erdbeben könne erfolgen und die Farbenspiele der neuen Regierung sind andere. Und folglich könnte der Beschluss vergessen werden und in den Schubläden der Politik fern der Tagesaktualität verschwinden.

Daher müsse man nun warten, wie sich die Lage entwickelt. Oftmals seien Beschlüssen in der Politik danach nicht umgesetzt worden, sprich zu keinem Gesetz geworden, da sie am Widerstand externer Mächte gescheitert sind.
So könne der weitere Weg zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler leider lang und beschwerlich werden.

„Trotzdem ein aufrichtiger Dank an unser Vaterland Österreich, den der SHB bereits im Jänner 2018 auf Plakaten geschrieben hat. Danke auch alle Vereine und Verbände in ganz Tirol, die unermüdlich auf die Erreichung der Staatsbürgerschaft hinarbeiten“, so SHB-Obmann Roland Lang.

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