Thomas Sinha

19.07.2016

Empörende Künast-Aussage zum Terrorangriff in Würzburg

Das Blutbad im Regionalzug in Würzburg, bei dem ein afghanischer Asylwerber Fahrgäste teils lebensgefährlich verletzte und danach von der Polizei erschossen wurde, hat die Grünen-Politikerin Renate Künast zu eigenwilligen Aussagen verleitet.

Bild: Flickr.com/Die Grünen Nordrhein-Westfalen/cc

Der angeblich 17jährige Täter, der durch ein zufällig in der Nähe verweilendes Spezialeinsatzkommando der Polizei durch Schüsse gestoppt werden konnte, hatte einen islamistischen Hintergrund: bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei in seinem Zimmer eine selbst angefertigte IS-Fahne.

Die ehemalige Verbraucherministerin Renate Künast kommentierte den Tod des islamistischen Terroristen mit den Worten: „Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“.

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Klugscheißerei

Die Reaktionen auf die weltfremde Aussage der Grünen-Politikerin ließen nicht lange auf sich warten. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, wies Künasts Vorwurf in einem Interview mit dem Fernsehsender N24 entschieden zurück. Der Fall werde von der Staatsanwaltschaft geprüft, da brauche man eine solche „parlamentarische Klugscheißerei überhaupt gar nicht“. Wendt bezeichnete Künasts Frage als „eine ausgesprochen bescheuerte Frage“ und empfahl der Grünenpolitikerin, „nicht so viele schlechte Kinofilme“ zu schauen.

Rücktrittsforderung

Der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU) forderte auf Facebook Künasts Rücktritt als Vorsitzende des Rechtsausschusses:

„Wer in einer so ernsten Situation öffentlich ohne Sachkenntnis die Polizeibeamten verdächtigt (…) ist als Vorsitzende des Rechtsausschusses des Bundestages nicht tragbar.“

Besonders pikant wird Bausbacks Seitenhieb in Anbetracht der Tatsache, dass Renate Künast selbst häufig Rücktrittsforderungen stellt, zum Beispiel von Wolfgang Schäuble, Christian Wulff, Thilo Sarrazin, Cornelia Pieper, Ilse Aigner, Annette Schavan, Guido Westerwelle, Karl-Theodor zu Guttenberg, DB-Chef Hartmut Mehdorn und Bischof Walter Mixa. Es bleibt abzuwarten, ob Frau Künast ihren eigenen Fehltritt mit derselben Strenge beurteilt, mit der sie andere betrachtet.

Realitätsfremde Künast?

Nicht zum ersten Mal fällt Renate Künast durch sonderbare Aussagen zu Polizeiarbeit auf. Einer erfahrenen Großstadtpolizistin, die vor dem Gewaltpotential muslimischer Migranten warnte, erklärte Künast, sie solle bei Einsätzen in deren Häusern einfach die Schuhe ausziehen.

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