Siegfried Unterkircher

03.07.2019

Die erfundene Sicherheit?

Das Volk reagierte entsprechend, als bekannt wurde: Eine Vergewaltigung mitten in Bozen und noch dazu am helllichten Tag. Opfer: ein 15-jähriges Mädchen. Grenzenlos das Entsetzen. Ideal für jene, die immer schon wussten, dass es einmal dazu kommen würde. Das Verbrechen dürfe ja nicht politisch instrumentalisiert werden, mahnten andere – hinauf bis zum Bischof. Tränen flossen bei der Mahnwache am Tatort. Zorn allerorts.

Symbolbild: Pexels

Jetzt stellt sich heraus: Alles erfunden. Es gab nie zwei „dunkelhäutige Männer“ an ihrem Körper, es gab nie eine Vergewaltigung.
Das Mädchen ist erst 15 und hat doch etwas erreicht, wofür es genügend Leute hätte geben müssen, es nicht gelingen zu lassen.

Wo beginnt das Unvermögen? Bei den Ärzten, die die Vergewaltigung diagnostiziert und gegenüber der Staatsanwaltschaft bestätigt haben? Bei der Justiz, die einem Mädchen unmittelbar glaubt und sich eine Geschichte so glaubwürdig erzählen lässt, dass sie einfach stimmt?

Der angebliche Beweggrund des Mädchens, das alles zu inszenieren und fast zwei Monate hochzuhalten, ist ein kindlicher: Es wollte dem Freund imponieren, seine Aufmerksamkeit erhaschen. Ist das naiv oder gar narzisstisch – ich habe darüber nicht zu urteilen.

Was zurück bleibt, ist eine große Verunsicherung. Die verantwortlichen Amtspersonen, die sich mit diesen Abscheulichkeiten zu befassen haben, sind in besonderer Weise gefordert – und das unbedingt präventiv. Aber niemand soll nach der Erfindung von Bozen die bestehende Gewalt und die potentielle Gefahr bagatellisieren.

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