Florian Stumfall

16.04.2026

Abkassiert an der Zapfsäule

Eine viel gelesene oberbayerische Tageszeitung trug dieser Tage die Überschrift: Sprit-Preis erschüttert die Koalition. Das ist zwar einleuchtend, aber allenfalls die halbe Wahrheit. Die andere Seite der Medaille ist der Umstand, dass der Sprit-Preis die Autofahrer erschüttert. Bei 2.42 Euro pro Liter Diesel hört nämlich der Humor auf, und die Meinung macht sich breit, die Herren im Dienstwagen, für die der Steuerzahler tankt, sollten sich etwas einfallen lassen.

Wenn jeder Liter schmerzt: An der Zapfsäule kassiert der Staat kräftig mit (Symbolbild von Alexander Fox | PlaNet Fox auf Pixabay).

Teures Tanken, billige Ausreden

Doch außer einem unschönen Gezerre im Kabinett geschieht nichts. Was die Bürger zu hören bekommen, sind Hinweise von Kanzler Merz auf den Iran-Krieg, die Straße von Hormuz und die dortige Blockade. Kein Wort aber hat Merz zu der Tatsache, dass alle Nachbarn Deutschlands, von Dänemark bis Österreich Öl aus derselben Straße von Hormuz beziehen, in den gleichen Tankern transportieren und in denselben Raffinerien aufbereiten lassen. Dennoch tanken, wo immer es dafürsteht, die Bayern in Österreich, die Brandenburger in Polen und Leute aus Nordrhein-Westfalen in Belgien oder den Niederlanden.

Der Staat kassiert kräftig mit

Der Grund dafür ist kein Geheimnis: Überall im EU-Ausland sind die Sprit-Preise deshalb deutlich niedriger, weil dieser in Deutschland zu 40 Prozent mit staatlichen Steuern und Abgaben belastet ist. Die Regierung weiß das auch, aber trotzdem ist sie nicht im Stande, beispielsweise die CO2 Abgabe zu streichen; es gebe dafür keinen finanziellen Spielraum. Dabei hat sich diese Regierung mit unsauberen Methoden Sonderschulden in Höhe von 500 Milliarden Euro verschafft. Doch das einzig spürbare für den Bürger werden sehr bald die Steuererhöhungen sein, welche der Finanzminister braucht, um diese aberwitzigen Schulden zu bedienen.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Möchtest du die neuesten Meldungen auch auf Facebook erhalten?

Hier
klicken

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite