von eth 14.02.2015 07:24 Uhr

Einzigartiger Fasnachtsbrauch – das Umhausner Larchzieh’n

Was den Traminern ihr Egetmann und den Sautnern ihr Flitschelerlauf  ist den Umhausnern ihr "Larchzieh'n"“ das den Höhepunkt der Fasnachtszeit im Ötztal darstellt. Das Larchzieh’n ist ein Burschenbrauch, dessen Träger ausschließlich unverheiratete Männer sind. Alle 5 Jahre ziehen die „ledigen“ Burschen der Ötztaler Gemeinde eine Tonnenschwere Lärche durch den Ort und feiern dabei eine Buabenhochzeit. Am letzten Sonntag war es wieder soweit. Der Hintergrund besteht und bestand darin alle „heiratsfähigen“ aber alleinstehenden Männer des Ortes zu verhöhnen.
Das Larchziehen, auch Larchzieh'n oder Larchziehn in Umhausen stellt für das Ötztal den Höhepunkt der Fastnachtszeit dar.

Das Larch-, Block- oder Blochziehn wurde bis ins frühe 20. Jahrhundert in vielen Gemeinden des Tiroler Oberlandes ausgeübt. Dabei geht es in seiner Ausgestaltung um eine Heiratsgeschichte. Wichtig beim Burschenbrauch des Larchziehn ist, dass der Baumstamm von ausschließlich ledigen Burschen in einem Zug – ohne Unterbrechung – durch den Ort gezogen wird. Begleitet wird der Larch von Festwägen und vom Sterzingermoos-Festwagen. Ein wichtiger Bestandteil dieser Fasnacht in Umhausen ist auch das Rügegericht, das dorfinterne Begebenheiten und Zustände öffentlich macht.

Die anschließende Versteigerung umfasst nicht nur den symbolischen Larch, sondern auch anderes Holz, das von Agrargemeinschaften, Firmen und Privaten zur Verfügung gestellt wird.

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