von lif 24.04.2026 17:12 Uhr

„Wer die Zweisprachigkeit angreift, greift Südtirol an“

Die Freiheitlichen reagieren scharf auf Aussagen von Landesrat Christian Bianchi zum Skandal um gefälschte Sprachzertifikate. Obmann Roland Stauder wirft Bianchi vor, den Betrug zu verharmlosen und damit den Minderheitenschutz in Südtirol zu gefährden.

Roland Stauder, Obmann der Freiheitlichen - Foto: Freiheitliche

„Die Zweisprachigkeitspflicht ist keine bürokratische Schikane, sondern eine tragende Säule des Minderheitenschutzes in Südtirol. Wer daran auch nur zwischen den Zeilen rüttelt, greift ein Fundament unserer Autonomie an“, so Stauder. Die Freiheitlichen kritisieren, dass Bianchi anstatt den Betrug klar zu verurteilen, die Täter als Opfer eines „ungerechten Systems“ darstelle. Darin sehen sie eine gefährliche politische Stoßrichtung, denn wer die illegale Umgehung von Sprachvoraussetzungen heute rechtfertige, bereite deren Abschaffung morgen argumentativ vor.

Besonders alarmierend sei laut den Freiheitlichen die dahinterstehende Haltung. „Werden Sprachkenntnisse und Sprachnachweise als lästige Formalität dargestellt, wird nicht ein Verwaltungsdetail in Frage gestellt, sondern das gesamte Schutzsystem Südtirols.“ Die Partei fordert lückenlose Aufklärung, harte Konsequenzen und ein klares politisches Signal: „Nicht die Zweisprachigkeitspflicht ist das Problem, sondern jene, die sie systematisch umgehen, fälschen und nun politisch relativieren.“

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite