von wk 06.11.2026 16:00 Uhr

Landespersonal: Neue Zulagen und soziale Regelungen geplant

Die Landesregierung gibt einen neuen Verhandlungsauftrag. Für die Maßnahmen sind 2027 und 2028 jeweils bis zu 760.000 Euro vorgesehen.

Mehr Anerkennung für besondere Verantwortung, eine Aufwertung bestimmter Berufsbilder und mehr gegenseitige Unterstützung in schwierigen familiären Situationen: Mit diesen Zielen bringt das Land ein Maßnahmenpaket für seine Beschäftigten in die Kollektivvertragsverhandlungen ein. Die Landesregierung hat es auf Vorschlag von Personallandesrätin Magdalena Amhof beschlossen. (Foto: LPA/Tiberio Sorvillo)

Mehr Anerkennung für besondere Aufgaben, neue Regelungen für einzelne Berufsbilder und die Möglichkeit, Urlaubstage an Kollegen in schwierigen familiären Situationen weiterzugeben: Diese Maßnahmen sollen für das Landespersonal verhandelt werden. Die Landesregierung hat am 6. November auf Vorschlag von Personallandesrätin Magdalena Amhof den entsprechenden Auftrag erteilt.

Die Landesagentur für die Gewerkschaftsbeziehungen soll nun mit den repräsentativen Gewerkschaften über die geplanten Änderungen im Bereichskollektivvertrag für die Landesverwaltung verhandeln. Ziel ist ein Vertragsentwurf, der zunächst vorunterzeichnet werden soll. Die Maßnahmen sind damit noch nicht beschlossen.

Zulagen für besondere Aufgaben

Geplant sind Prämien für hochspezialisierte Tätigkeiten sowie Zulagen für Mitglieder und Schriftführer von Prüfungskommissionen bei Auswahlverfahren. Auch die Zulage für verantwortliche Arbeitsschutzfachkräfte soll angepasst werden. Begründet wird dies mit ihren erweiterten Aufgaben und ihrer zivil- und strafrechtlichen Verantwortung.

Berufsbilder sollen neu bewertet werden

Das Berufsbild der Raumpflege soll neu eingestuft werden. Die Tätigkeiten von Schulwarten und Hilfskräften sollen neu definiert und an ihre tatsächlich ausgeübten Aufgaben angepasst werden.

Eine weitere Neuerung wäre die solidarische Abtretung von Urlaub und Ruhetagen. Mitarbeiter könnten freie Tage an Kollegen weitergeben, die etwa ein minderjähriges Kind mit besonderem Pflegebedarf betreuen. Außerdem ist eine eigene Vergütung für den sofortigen Einsatz im Landeslagezentrum vorgesehen.

Bis zu 760.000 Euro pro Jahr

Für die zusätzlichen Vertragsziele stehen 2027 und 2028 jeweils maximal 760.000 Euro bereit. Der Beschluss legt die Ziele und den finanziellen Rahmen fest; die genaue Ausgestaltung muss mit den Gewerkschaften verhandelt werden.

„Gute öffentliche Dienste brauchen qualifizierte und engagierte Mitarbeitende. Wer besondere Aufgaben übernimmt, große Verantwortung trägt oder Kolleginnen und Kollegen in einer schwierigen Lebenslage unterstützt, verdient auch eine angemessene Anerkennung“, sagt Landesrätin Amhof. Mit dem Verhandlungsauftrag wolle man das Landespersonal gezielt stärken und die Landesverwaltung als moderne und soziale Arbeitgeberin weiterentwickeln.

 

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