Küchelbergtunnel besteht Warmrauchtest

Der Küchelbergtunnel in Meran hat am Freitag, 6. November, einen wichtigen Brandschutztest bestanden. Bei einem Warmrauchtest prüften Techniker und Feuerwehren, ob die Lüftungsanlage im Brandfall funktioniert und Menschen unterhalb der Rauchschicht ein raucharmer Fluchtweg bleibt.
Feuerwehren und Techniker gemeinsam im Einsatz
An der Probe beteiligten sich Vertreter der Ämter für Straßenbau und Straßendienst, die Landesberufsfeuerwehr, die Bezirksfeuerwehr Burggrafenamt sowie die Freiwilligen Feuerwehren von Meran und aus dem Burggrafenamt. Unter Aufsicht des Bauleiters und des Abnahmeprüfers seien die Prüfungen erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität mit.
Rauchverhalten im Tunnel simuliert
Für den Test wurden spezielle Gasbrenner eingesetzt, die die Luft im Tunnel stark erhitzten. Nebelmaschinen speisten zugleich sichtbaren Nebel in den heißen Luftstrom ein. So ließen sich Thermik, Rauchauftrieb und die Ausbreitung des Rauchs simulieren.
Rauchabsaugung im Ernstfall auf dem Prüfstand
Im Ernstfall sollen Branddetektoren den Rauch erkennen und die Rauchgasklappen in der Tunneldecke öffnen. Starke Abluftventilatoren im Bereich der Tunnelportale saugen die Rauchgase ab. Bleibt die heiße Rauchschicht an der Decke stabil, kann darunter ein raucharmer Fluchtweg entstehen.
„Bleibt die heiße Rauchschicht stabil an der Decke, ermöglicht dies im Notfall darunter eine raucharme Sichtverbindung, also einen Fluchtweg, für Personen. Gleichzeitig mit der Erfassung des Brandfalles durch die Branddetektoren werden die Rauchgasklappen in der Decke geöffnet und durch die starken Abluftventilatoren im Bereich der Tunnelportale wird der Rauch abgesaugt“, erklärten Stephan Bauer, Direktor des Amtes Straßenbau West, und Johannes Strimmer, Direktor des Straßendienstes Burggrafenamt.
Weitere Sicherheitstests folgen
Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider dankte den beteiligten Technikern und Einsatzkräften. „Der Küchelbergtunnel hat die heutige Bewährungsprobe bestanden“, sagte er und äußerte die Hoffnung, dass der Ernstfall nie eintreten werde. Weitere Funktionstests der Sicherheitskomponenten sind vorgesehen.






