Börse: 2,3 Billionen Dollar weg – Wall Street erlebt schwarzen Donnerstag

Ein massiver Ausverkauf hat am Donnerstag die US-Börsen erschüttert. Insgesamt sank der Börsenwert der US-Unternehmen um rund 2,3 Billionen Dollar. Besonders stark traf es Technologie- und KI-Werte. Jose Torres, Analyst bei Interactive Brokers, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „regelrechten Blutbad an der Wall Street“.
Chipkonzerne besonders stark unter Druck
Der Nasdaq gab zum Handelsschluss um 5,52 Prozent nach. Der Nasdaq-100 verlor sogar 6,36 Prozent. Auch die großen Standardwerte rutschten deutlich ab: Der S&P 500 fiel um 4,36 Prozent, der Dow Jones um 3,44 Prozent.
Besonders heftig waren die Verluste bei den Chipherstellern. Nvidia verlor 9,26 Prozent, Broadcom 10,43 Prozent und Micron Technology 17,46 Prozent. Die Verkaufsstimmung wurde zusätzlich durch enttäuschende Geschäftszahlen des Chipkonzerns Qualcomm verstärkt.
Sorge vor strengeren KI-Regeln
Als wesentlichen Auslöser für den Kursrutsch nennt oe24 die Wahlerfolge der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen. Anleger befürchten, dass die KI-Branche künftig strenger reguliert werden könnte. Im Zentrum der Sorgen stehen mögliche Einschränkungen beim Bau neuer Rechenzentren, die für den Ausbau Künstlicher Intelligenz wichtig sind.
US-Präsident Donald Trump machte die Wahlergebnisse für den Börseneinbruch verantwortlich. „Der Aktienmarkt hat aufgrund der Wahlergebnisse einen der schlimmsten Tage der Geschichte erlebt“, schrieb er in den sozialen Medien. Zugleich rief er dazu auf, sich nicht zu fürchten. Man werde bald „auf die eine oder andere Weise größer und stärker sein als je zuvor“.
Zuvor hatte Trump auf Truth Social geschrieben: „Wir haben so hart gearbeitet, um ein nie dagewesenes Niveau zu erreichen, und jetzt das!“
Neueste Meldungen






