von lif 06.11.2026 10:57 Uhr

Liste Fritz fordert kostenlose Öffis für alle Tiroler

Die Tiroler Liste Fritz hält an ihrem Ziel fest, Bus und Bahn für alle kostenlos zu machen. Klubobmann Markus Sint sieht darin eine Maßnahme gegen die Teuerung.

Foto: Silbernagl / Tiroler Linienbus GmbH

Wie die Liste Fritz mitteilt, blieben den Menschen damit jährlich rund 625 Euro mehr zum Leben. Sint nennt kostenlose Öffis eine Antiteuerungsmaßnahme, die unmittelbar bei den Menschen ankommt, und eine Investition, die sich volkswirtschaftlich rechne. „Wir dürfen Gratis Öffis nicht nur auf ihre Kosten reduzieren. Wenn mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen, entlasten wir unsere Straßen, reduzieren Lärm und Feinstaub, sorgen für sauberere Luft und schützen damit Gesundheit und Klima“, sagt Sint. Langfristig könne man dadurch sogar mehr einsparen, als man investiere. Er räumt ein, dass das nicht von heute auf morgen umsetzbar sei. Man müsse aber den Mut haben, heute an den Lösungen von morgen zu arbeiten.

Die Liste Fritz beruft sich auf eine Studie der EU Alpenraumstrategie. Demnach verursacht der Straßenpersonenverkehr rund achtmal so hohe externe Kosten wie die Bahn. Bei 100.000 Umsteigern seien unter entsprechenden Annahmen Einsparungen von bis zu 90 Millionen Euro im Jahr denkbar. Die Partei weist darauf hin, dass für kostenlose Öffis zusätzliche öffentliche Mittel sowie mehr Fahrzeuge, Fahrpersonal und Kontrollorgane nötig wären. Zur Gegenfinanzierung schlägt Sint vor, Verstöße gegen die Abfahrverbote endlich zu bestrafen. Allein in der vergangenen Sommer und Wintersaison seien mehr als 800.000 Fahrzeuge an gesperrten Ausweichrouten zurückgewiesen worden.

Tirolticket teurer geworden

Sint erinnert daran, dass Tirol 2017 mit dem stark vergünstigten Jahresticket für die Öffis einen wichtigen Schritt gesetzt hat. Seither seien die Preise aber wieder deutlich gestiegen: Das Tirolticket kostete 2018 noch 490 Euro, 2026 sind es 625,60 Euro.

Neben kostenlosen Öffis brauche es auch bessere Verbindungen, sagt die Liste Fritz. Genannt werden bessere Abendverbindungen von den Bezirkshauptstädten in die Seitentäler, die seit 2013 ausstehende Wiedereinführung des Direktzugs zwischen Lienz und Innsbruck und eine verlässliche Außerfernbahn.

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