Nächtlicher Eindringling am Bozner Flughafen löst Antiterror-Protokoll aus

Unbefugt in den Flughafenbereich gelangt
Gegen 3.40 Uhr in der Nacht auf Sonntag hielt die Grenzpolizei am Flughafen Bozen einen Mann an, der unbefugt auf das Flughafengelände und in den Bereich für ankommende und abfliegende Passagiere gelangt war.
Blaulicht eines Dienstfahrzeugs eingeschaltet
Aufnahmen der Videoüberwachung zeigten, dass der Mann wenige Minuten zuvor in ein Dienstfahrzeug gestiegen war und für einige Sekunden das Blaulicht eingeschaltet hatte. Wie die Staatspolizei mitteilte, rückten daraufhin auch die Streifenpolizei und die DIGOS an.
Bei dem 26-jährigen italienischen Staatsbürger wurde ein hoher Alkoholwert festgestellt. Waffen oder Gegenstände, mit denen er jemanden hätte verletzen können, trug er nicht bei sich.
Flughafen umfassend durchsucht
Zusätzlich wurde das im Antiterror-Sicherheitsplan vorgesehene Verfahren aktiviert. Die Grenzpolizei, Sprengstoffexperten des Polizeipräsidiums und Spürhunde der Carabinieri untersuchten die gesamte Anlage. Die Überprüfung endete um 8.50 Uhr ohne verdächtigen Fund. Anschließend wurde der Flughafen wieder geöffnet.
Anzeigen wegen mehrerer Straftatbestände
Da der Mann aufgrund seines Zustands keine nachvollziehbare Erklärung für sein Verhalten geben konnte, wurde er angezeigt. Die Vorwürfe lauten auf Unterbrechung eines öffentlichen Dienstes, Herbeiführung eines falschen Alarms, sowie unbefugtes Betreten eines Bereichs, zu dem der Zutritt verboten ist.
Außerdem wird der Fall der zuständigen Zivilbehörde wegen möglicher Verwaltungsstrafen im Bereich des Luftverkehrs gemeldet.






