Auslandsüberweisungen steigen stark: STF stellt Anfrage

Wie die Süd-Tiroler Freiheit mitteilt, wurden laut dem Landesinstitut für Statistik (ASTAT) 2005 rund zwölf Millionen Euro aus Südtirol ins Ausland überwiesen, 2012 waren es 28 Millionen und 2022 bereits 89 Millionen Euro. Das ist ein Plus von 217,2 Prozent in zehn Jahren. Die Zahl der Ausländer ist im selben Zeitraum um 19,4 Prozent gestiegen. Erfasst sind laut der Partei nur Bargeldüberweisungen über Vermittlungsagenturen, Banken, Postämter und autorisierte Zahlungsinstitute. Private Banküberweisungen und Geldflüsse von eingebürgerten Personen fehlen.
Die Süd-Tiroler Freiheit hat nach eigenen Angaben ungefähre Beträge pro Kopf für 2022 berechnet. Demnach überwiesen Bürger aus Bangladesch im Schnitt 7.588 Euro in ihre Heimat, aus Pakistan 5.506 Euro, aus Indien 5.097 Euro und aus Nigeria 4.150 Euro.
Der Landtagsabgeordnete Hannes Rabensteiner hat eine Landtagsanfrage eingereicht. Er will wissen, ob diese Geldflüsse bei der Vergabe von Beiträgen berücksichtigt werden und wie Eigenerklärungen von Ausländern kontrolliert werden. Er habe mehrfach Hinweise von Bürgern erhalten, wonach Ausländer in ihren Heimatländern Besitz und Vermögen haben, dies aber beim Ansuchen um Landesbeiträge verneinen, um mehr Sozialleistungen zu bekommen. Belege dafür nennt die Aussendung nicht. Rabensteiner sagt: „Einheimische Familien müssen beim Ansuchen um Landesbeiträge ihre finanzielle Lage bis ins Detail offenlegen. Für Ausländer müssen dieselben Maßstäbe gelten und Angaben überprüft werden.“
Die Forderung
Die Partei fordert eine Überprüfung des Systems, strengere Kontrollen der Vermögens, Wohn und Familiensituation von Ausländern sowie Strafen bei falschen Angaben. Auch die Vergabe öffentlicher Beiträge an Ausländer müsse grundsätzlich überdacht werden. Rabensteiner: „Wer in der Lage ist, jährlich mehrere Tausend Euro in die Heimat zu schicken, bei dem muss auch die tatsächliche Bedürftigkeit und die Berechtigung zum Bezug von Steuergeld hinterfragt werden.“






