von wk 04.11.2026 11:41 Uhr

Tirol holt EU-Gelder für 43 neue Projekte ab

Rund 4,9 Millionen Euro fließen in Vorhaben aus den Bezirken – darunter Projekte für Nahversorgung, öffentlichen Verkehr, Medienkompetenz und Naturschutz

Bild: APA/dpa

Ein Bauernladen für die Nahversorgung, mehr Medienkompetenz im Umgang mit Fakes und die Belebung leerstehender Geschäftsflächen in Hall: Die Tiroler Landesregierung hat die Kofinanzierung für 43 EU-unterstützte Projekte beschlossen. Insgesamt sollen damit Fördermittel von rund 4,9 Millionen Euro wirksam werden.

Das Land Tirol stellt dafür 763.000 Euro bereit, der Bund weitere 74.000 Euro. Die EU-Mittel belaufen sich laut den vorliegenden Angaben auf insgesamt 4,07 Millionen Euro. „Die EU wird greifbar, wenn mit dem Geld sinnvolle Projekte vor Ort umgesetzt werden“, erklärte Landeshauptmann Anton Mattle. Es sei sein Anspruch, die Mittel der regionalen EU-Förderprogramme abzuholen und in Tiroler Gemeinden zu investieren.

Projekte von Nahversorgung bis Naturschutz

Die Vorhaben decken unterschiedliche Bereiche ab – von Umwelt- und Klimaschutz über Innovation und Forschung bis zur sozialen Teilhabe. Im Tiroler Oberland soll ein regionaler Bauernladen die Nahversorgung stärken und kurze Lieferketten ermöglichen.

In Osttirol unterstützt ein Projekt Frauen dabei, politische und wirtschaftliche Verantwortung zu übernehmen. In den Stadtwäldern von Landeck sind Pflege- und Sicherheitsmaßnahmen geplant. Im Bezirk Kitzbühel soll das Projekt „Digitale Fakes im Netz erkennen“ die Medienkompetenz junger Menschen stärken.

INTERREG-Projekte reichen über Grenzen hinaus

21 der 43 Vorhaben sind grenzüberschreitende INTERREG-Projekte. Das EU-Programm unterstützt die Zusammenarbeit von Gemeinden, Hochschulen, Vereinen, Unternehmen und Behörden aus verschiedenen Ländern. Die Projekte befassen sich unter anderem mit Wirtschaft, Gesundheitsversorgung, Naturschutz und Verkehr.

Im Bezirk Landeck soll etwa das Projekt „Mobility³ – Zukunftsfähiger ÖPNV in der Grenzregion Terra Raetica“ den grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr verbessern.

Fast fünf Millionen Euro an Fördermitteln

Von den insgesamt 4,07 Millionen Euro an EU-Mitteln entfallen laut der Landesregierung 786.000 Euro auf Projekte in den Bezirken und 3,28 Millionen Euro auf INTERREG-Vorhaben. Eine vollständige Auflistung der Projekte und Fördersummen enthält die Medienunterlage des Landes.

Als regionale Fördermittel weist die Unterlage folgende Beträge aus:

  • Landeck: 515.000 Euro
  • Regio Imst: 48.000 Euro
  • Innsbruck-Land und Wipptal: 548.000 Euro
  • Kitzbüheler Alpen: 162.000 Euro
  • Osttirol (Lienz): 79.000 Euro
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