von wk 02.11.2026 17:05 Uhr

Neue Förderung: Bis zu 6.000 Euro für emissionsfreie Fahrzeuge

Das Land richtet seine Förderung neu aus: Neben dem Kaufpreis sollen künftig auch die wirtschaftliche Lage und die Verschrottung eines älteren Fahrzeugs berücksichtigt werden. Anträge sind digital einzureichen.

Foto: LPA

Die Landesregierung hat die Förderung für emissionsfreie Fahrzeuge neu ausgerichtet. Den Beschluss fasste sie am 30. Oktober auf Vorschlag von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Die neuen Richtlinien gelten für Privatpersonen, öffentliche Körperschaften und Vereine.

„Mit dieser Weiterentwicklung wollen wir das zunehmende Interesse der Menschen für nachhaltige Mobilität und den Klimaschutz stärken“, sagt Alfreider. Angesichts steigender Treibstoffkosten sei die Förderung ein interessanter Anreiz für Familien und Vereine und erleichtere die Entscheidung für ein emissionsfreies Fahrzeug.

Grundbeitrag von 2.000 Euro

Gefördert werden reine batterieelektrische Fahrzeuge und Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb. Auch Kleinkrafträder, Motorräder und Lastenfahrräder sind förderfähig.

Für den Ankauf sind 2.000 Euro vorgesehen. Abhängig vom Indikator der wirtschaftlichen Lage (ISEE) kann sich der Beitrag um bis zu weitere 2.000 Euro erhöhen. Wer ein gebrauchtes Fahrzeug verschrotten lässt, kann zusätzlich 2.000 Euro erhalten. Dabei soll die Emissionsklasse des alten Fahrzeugs berücksichtigt werden. Insgesamt sind somit bis zu 6.000 Euro möglich.

Auch der Ankauf und die Installation von Ladesystemen werden weiterhin mit bis zu 1.000 Euro unterstützt.

Antrag über myCivis

Die Anträge für den Ankauf von Elektrofahrzeugen und für Ladesysteme müssen ausschließlich digital über die Plattform myCivis eingereicht werden. Das erklärt Nadine Mattei, Direktorin des Verwaltungsamts Mobilität.

2.000 Euro als Kaufanreiz?

Ob der Grundbeitrag von 2.000 Euro angesichts der hohen Anschaffungskosten tatsächlich einen „interessanten Anreiz“ darstellt, darf bezweifelt werden. Zwar kann sich die Förderung unter bestimmten Voraussetzungen auf bis zu 6.000 Euro erhöhen. Der Verweis auf steigende Treibstoffkosten bleibt dennoch angreifbar: Auch politische Entscheidungen und Abgaben beeinflussen, was Autofahrer an der Zapfsäule bezahlen.

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