von wk 29.10.2026 13:43 Uhr

Neue Züge: Einsatzkräfte für den Ernstfall geschult

Feuerwehr, Weißes Kreuz und Notärzte übten in Laas den Umgang mit den elektrischen Coradia-Stream-Zügen. Im Mittelpunkt standen Notöffnungen, Gefahren durch Strom und die Evakuierung von Fahrgästen.

Ziel der Schulung war es, den Einsatzkräften die Besonderheiten der Fahrzeuge und deren Sicherheitseinrichtungen unmittelbar am Zug zu vermitteln. Ebenso wichtig ist die Abstimmung zwischen den Rettungsorganisationen und dem STA-Personal, damit bei einem Einsatz alle Beteiligten koordiniert vorgehen können. (Foto: LPA/STA/Ivan Brentegani)

Wie lassen sich Zugtüren im Notfall öffnen? Worauf müssen Einsatzkräfte bei elektrischen Anlagen achten? Und welche Hilfsmittel stehen für eine Evakuierung bereit? Mit diesen Fragen beschäftigten sich am Abend des 27. Oktober Feuerwehrleute, Mitarbeiter des Weißen Kreuzes und Notärzte in Laas.

Bei einer Schulung der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) lernten sie die neuen elektrischen Züge des Typs Coradia Stream und deren Sicherheitseinrichtungen kennen. Ziel war es auch, die Zusammenarbeit zwischen den Rettungsorganisationen und dem STA-Personal für mögliche Einsätze abzustimmen.

Notöffnungen und Sicherheitseinrichtungen

Direkt am Zug übten die Teilnehmer, die Türen von innen und außen notzuöffnen. Außerdem wurden die Brandmelde- und Löschsysteme, blaue Leuchtanzeigen zur Orientierung im Brandfall, Bremsanzeigen sowie der Not-Halt-Taster im Führerstand erklärt.

Auch eine mögliche Evakuierung auf freier Strecke war Thema. Die Einsatzkräfte lernten die Notleiter und die Rampe für Menschen mit eingeschränkter Mobilität kennen.

„Im Ernstfall muss jeder Handgriff sitzen. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Einsatzkräfte auch die neuen Züge gut kennen. Ein herzliches Dankeschön an die vielen Freiwilligen Feuerwehren aus dem Ober- und Untervinschgau, den Bezirksfeuerwehrverband Meran, das Weiße Kreuz und die Notärzte, die sich am Abend Zeit für diese Schulung genommen haben. Das ist alles andere als selbstverständlich“, sagte Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider.

Feuerwehrverband wünscht weitere Schulungen

Roman Horrer, Mitglied des Landesfeuerwehrausschusses im Landesverband der Freiwilligen Feuerwehren Südtirols, betonte: „Damit wir Menschen im Ernstfall sicher aus einem Zug retten können, müssen wir die Fahrzeuge kennen und mit ihren Sicherheitseinrichtungen vertraut sein. Wir hoffen auf weitere praxisnahe Schulungen dieser Art“.

Eine Fragerunde schloss die Schulung ab. Die Teilnehmer konnten dabei offene Punkte klären und die Abläufe für einen möglichen Einsatz besprechen.

 

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