So viele in Südtirol haben einen ausländischen Pass

Die Daten stammen aus dem „Dossier Statistico Immigrazione“ des Studien- und Forschungszentrums IDOS. Vorgestellt haben sie die IDOS-Berater Matthias Oberbacher und Fernando Biague gemeinsam mit Astrid Wiest, Direktorin des Amtes für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion, wie das Presseamt des Landes mitteilt.
Der Anteil liegt über dem italienischen Durchschnitt von 9,4 Prozent. 46,4 Prozent der Menschen mit ausländischem Pass sind zwischen 18 und 44 Jahre alt, 51 Prozent sind Frauen. 60,6 Prozent stammen aus europäischen Staaten, 20,6 Prozent aus Asien, 13,6 Prozent aus Afrika und 5,2 Prozent aus Amerika. Die größten Gruppen kommen aus Albanien, Deutschland, Pakistan, Rumänien und Marokko. Im Schuljahr 2025/26 besuchen 11.687 Schüler mit ausländischer Staatsbürgerschaft eine Südtiroler Bildungseinrichtung, das sind 12,9 Prozent aller Schüler.
Ausländische Arbeitskräfte machen in Trentino-Südtirol 10,9 Prozent der Beschäftigten aus, italienweit sind es 10,7 Prozent. Die Beschäftigungsquote liegt in der Region bei 73 Prozent, im Staat bei 62,5 Prozent. „Wir haben mittlerweile in jedem Sektor ausländische Arbeitskräfte. Würden diese rund elf Prozent wegfallen, würde eine große Lücke entstehen“, sagt Oberbacher. Auch die Zahl der Unternehmen von im Ausland geborenen Personen ist gestiegen: 2025 gab es 5.906 solcher Betriebe nach 5.528 im Jahr davor, ein Plus von rund 6,8 Prozent. 21,8 Prozent davon werden von Frauen geführt.
Biague verwies auf gesamtstaatliche Daten. Ausländische Arbeitskräfte seien ein wichtiger Teil des italienischen Arbeitsmarktes, arbeiteten aber oft in Bereichen mit niedriger Entlohnung. Der Staat nehme im Zusammenhang mit Einwanderung rund vier Milliarden Euro mehr ein, als er ausgebe, weil viele in die Sozial- und Rentenkassen einzahlten, Leistungen aber nicht im selben Umfang bezögen.






