Gehaltsplus für 10.000 Lehrpersonen: Nachzahlungen kommen am Dienstag

Das Lehr- und Erziehungspersonal an Südtirols Grund-, Mittel- und Oberschulen erhält am Dienstag, 27. Oktober, erstmals das Gehalt in neuer Höhe. Die Reallohnerhöhung gilt rückwirkend ab 1. Jänner 2026. Mit der Oktober-Abrechnung werden auch die ausstehenden Beträge für die vergangenen Monate nachgezahlt.
UT24 hatte bereits im September angekündigt, dass die Auszahlung an den Schulen staatlicher Art im Oktober erfolgen soll.
Höhe richtet sich nach Dienstalter und Ausbildung
Die Erhöhung betrifft rund 10.000 Lehrpersonen. Sie ist nach Dienstalter gestaffelt und beträgt mindestens 5.300 Euro brutto im Jahr. Für Lehrpersonen ohne Studientitel oder Lehramtsstudium beläuft sich das Plus auf 2.000 Euro brutto jährlich.
Berufseinsteiger mit entsprechender Ausbildung sollen zusätzlich in eine höhere Dienstaltersstufe eingereiht werden. Diese Änderung gilt rückwirkend ab 1. September 2026, wird aber noch nicht auf dem Lohnstreifen vom 27. Oktober aufscheinen. Nach der Neueinstufung soll das jährliche Bruttogehalt für sie um rund 7.500 Euro steigen.
Zusätzliche Mittel für den Bildungsbereich
Personallandesrätin Magdalena Amhof sieht mit der Erhöhung ein Ziel aus dem Regierungsprogramm umgesetzt. Sie erwartet, dass bessere Gehälter die Attraktivität pädagogischer Berufe und die Personalgewinnung stärken. Bildungslandesrat Philipp Achammer betont, eine angemessene Bezahlung sei notwendig, wenn von Lehrpersonen Professionalität und dauerhafter Einsatz erwartet würden.
Allein für die monatliche Gehaltserhöhung an den Schulen staatlicher Art stellt das Land zusätzlich rund 60 Millionen Euro pro Haushaltsjahr bereit. Bereits im Schuljahr 2025/26 waren die Vergütungen für Überstunden, die Zulagen für die Begleitung von Schülern sowie die gedeckten Kosten für Kost und Logis im Außendienst angehoben worden. Eine strukturelle Anpassung der Gehälter an die Inflation war zudem im Bildungsbereich bereits 2025 erfolgt.
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